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06.02.2012
13.02.2012
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Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses
Service-BW
Verleihung Zertifikate "Kinder- und familienfreundliche Kommunen"
Der Landkreis hat den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet die Möglichkeit geboten, ihre Kinder- und Familienfreundlichkeit im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens auf den Prüfstand zu stellen (Prüfkriterien Zertifizierung). Die Zertifizierung beschränkte sich nicht auf rein kommunale Aktivitäten. Vielmehr standen auch kinder- und familienfreundliche Aktivitäten, die in Kooperation mit anderen Trägern umgesetzt wurden, im Fokus. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.
Die ersten 18 der 25 Städte und Gemeinden im Landkreis Calw wurden am 06.November 2006 bei der Veranstaltung im Kurhaus in Schömberg mit dem Zertifikat 'Kinder- und familienfreundliche Kommune im Landkreis Calw' ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung der Urkunden nahm Landrat Hans-Werner Köblitz vor. Dass alle der 18 Bewerber von der Jury mit einer Auszeichnung bedacht wurden, ist für Landrat Hans-Werner Köblitz ein Beleg dafür, dass „alle Gemeinden, die teilgenommen haben, zu Recht auf gute Ergebnisse hinweisen können.“ Bewertet wurde in den Kategorien „Vereinbarkeit von Familie mit Kindern und Beruf“, „Familie und Erziehung“, „Bildung, Kultur und Freizeit“, „Wohnen und Wohnumfeld“ sowie „Kommunalverwaltung“. Landrat Köblitz: „Gefragt waren selbstverständlich nicht nur kommunale Aktivitäten und Qualitäten, sondern auch die privat, kirchlich und durch Vereine und Gruppierungen getragenen.“ Das Zertifikat ist eine Anerkennung für bereits Geleistetes und Ansporn zu weiterer Leistung.
In den Kommunen des Kreises Calw ist in punkto Kinder- und Familienfreundlichkeit schon eine Menge geschehen. In der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der der Prognos AG herausgegeben Studie „Familienatlas 2005“ rangierte der Kreis Calw ganz vorne im Spitzenfeld. Unter den 439 Stadt- und Landkreisen, die in acht Regionengruppen eingeteilt worden sind, war der Landkreis Calw im oberen Viertel der ersten Kategorie angesiedelt und zählte 2005 damit zu den Kreisen, „in denen es sich als Familie gut wohnen und leben lässt“. Dennoch müssten die Anstrengungen weiter verstärkt werden: „Wir brauchen eine Verbesserung der harten und weichen Faktoren“.
Hintergrund ist die allgemeine demografische Entwicklung, die mit all ihren Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme und das gesellschaftliche Gefüge auch vor dem Landkreis Calw nicht Halt mache. „Die Ausgangslage ist alarmierend: Wir werden immer älter“, sagte Landrat Köblitz. Hauptgrund sei die zu niedrige Geburtenrate von 1,4 Kindern je Frau, die deutlich unter denen der Nachbarländer Frankreich und Niederlande mit 1,9 bzw. 1,8 Kindern liege. Das entspreche auch dem statistisch ermittelten tatsächlichen Kinderwunsch in Deutschland. Dass dennoch weniger Kinder geboren werden, führt Hans-Werner Köblitz unter anderem darauf zurück, dass hierzulande die Betreuungsangebote nicht so stark ausgebaut seien wie in anderen EU-Ländern.
Folgende Gemeinden erhielten die Auszeichnung „Kinder und familienfreundliche Kommune“: Altensteig, Althengstett, Bad Liebenzell, Bad Teinach-Zavelstein, Bad Wildbad, Calw, Dobel, Ebhausen, Enzklösterle, Gechingen, Haiterbach, Nagold, Neubulach, Rohrdorf, Schömberg, Simmersfeld, Unterreichenbach, Wildberg.
Die Jugendstiftung der Sparkasse Pforzheim Calw verlieh den Kommunen Altensteig, Haiterbach, Ebhausen, Schömberg und Wildberg Jugendförderpreise für ihr besonders herausragendes Engagement.
Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag des international renommierten Hirnforschers Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer.
Weitere Impressionen von der feierlichen Zertifizierung der kinder- und familienfreundlichen Kommunen im Kursaal Schömberg am 6. November 2006 finden Sie hier.

