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Bundeskanzler Gerhard Schröder zu Besuch im Calwer Landratsamt am 5. Februar 2004
Hans Werner Köblitz ist der erste Landrat, der Besuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder bekam; für den Kanzler selbst war es aber nicht der erste Besuch in Calw. „Ich war vor 25 Jahren schon einmal hier“, erzählte ein gut gelaunter Gerhard Schröder beim Empfang im Landratsamt, in das hunderte von geladenen Gästen aus allen Bereichen der Gesellschaft gekommen waren, um den Kanzler live zu erleben.
Die etwa halbstündige Kanzler-Visite kam auf Vermittlung der SPD-Bundestagsabgeordneten Renate Gradistanac zustande und fand vor dem offiziellen Besuch beim Kommando Spezialkräfte (KSK) statt. Landrat Hans-Werner Köblitz nutzte die Gelegenheit, den hohen Gast aus Berlin auf die Sorgen der Kommunen aufmerksam zu machen. „Wir können erst wieder richtig fröhlich sein, wenn die Bundespolitik aufhört, uns zu zahlenden Sozialagenturen zu denaturieren", sagte Köblitz.
Beim Reformprozess sollte die Bundespolitik, so Köblitz weiter, auf die Kompetenz der Kommunen mit ihrem engen Kontakt zum Bürger setzen: „Uns wäre es allemal lieber, aktiv an der Konstruktion eines modernen Deutschland mitzuwirken, als unsere Kräfte in sinnloser Bürokratie und in Abwehrkämpfen gegen die Zumutungen des alten Wohlfahrtsstaates zu binden."
Kanzler Schröder verteidigte den Reformprozess als richtigen Weg, der viel Kraft erfordere. Die Kritiker seiner Politik bat er um „mehr Nachdenklichkeit bei der Beurteilung unserer Politik“. Dem Calwer Landrat wünschte er alles Gute beim Bürokratieabbau. „Vielleicht ist Calw ganz vorne dabei, ich wünsche es wünschen", so Schröder am Ende seiner kurzen Ansprache.






