Nach dem strengen Winter sitzen die Amphibien in den Startlöchern. Schon nach wenigen etwas wärmeren Vorfrühlingsnächten, in denen es zusätzlich leicht regnet, ist es wieder soweit: Frösche, Kröten und Molche machen sich auf den Weg Richtung Laichplatz. Die Amphibien suchen zum Ablegen ihrer Eier die Gewässer auf, in denen sie selbst aufgewachsen sind. Aus dem Laich entwickeln sich Larven. Nach einer vollständigen Umgestaltung ihres Körpers sind die Tiere an das Landleben angepasst und verlassen das Gewässer. Jetzt suchen sie Wälder, Wiesen und auch Gärten auf, wo sie sich von Würmern, Schnecken, Insekten und Gliedertieren ernähren. Sie tragen hier wesentlich zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei. Viele Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht und alle Arten sind geschützt.
Lurch des Jahres 2010 ist der Teichmolch. Er ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Molchart. Dieser kommt v.a. im östlichen Teil des Landkreises Calw im Offenland vor.
Viele Amphibien werden beim Überqueren der Straße überfahren. Zum Schutz der Tiere errichten ehrenamtliche Amphibienhelfer mit Unterstützung der Bauhöfe und Straßenmeistereien im zeitigen Frühjahr an den Stellen Zäune, an denen die Wanderwege der Tiere die Straßen kreuzen. Besonders aktiv werden die Amphibien in der Nacht bei Regen und mildem Wetter. Sie werden von fleißigen Helfern entlang der Zäune eingesammelt und sicher über die Straße zu ihren Fortpflanzungsgewässern getragen.
An solchen Stellen stehen Verkehrsschilder mit einem Hinweis auf die Amphibienwanderung und einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Jeder Autofahrer kann einen aktiven Beitrag, zu seiner eigenen Sicherheit, zum Schutz dieser bedrohten Tierarten und zum Schutz der Helfer leisten. Im Hinblick auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, der Amphibienhelfer und der Tiere werden die Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Verkehrskontrollen überwacht.
Nicht nur die Autoreifen stellen eine tödliche Gefahr für die Amphibien dar. Bereits ab 30 Kilometern pro Stunde entsteht unter dem Auto ein so hoher Luftdruck, um die Tiere grausam zu töten.
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