In der Doppelausstellung sind Plastiken und Gemälde zu sehen, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: Sie sind unter der Zuhilfenahme von weggeworfenen Dingen entstanden. „Zufall - Abfall - Einfall“ heißt daher auch der sinnige Titel der Ausstellung. „Der denk- und sehfähige Künstler kann seine Anregungen überall her holen und Materialien zur Kunst machen, deren verborgene Möglichkeiten den meisten von uns nie in den Sinn kämen“, sagte Prof. Dr. Helge Bathelt in seiner Einführung. Der Calwer Künstler Lothar Hudy entwickle seine eigene Vielfalt selbst, so Bathelt weiter, und setze zum Beispiel Eisen und Holz zueinander in spannungsvolle Beziehung. Der Laudator erinnerte an Arbeiten von Picasso, Kirchner und Beuys.
Wie Hudy setzt auch der Simmozheimer Klaus Kugler Abfälle ein. In seinem Fall finden alte Platinen aus Elektrogeräten Eingang in seine Werke, die sich am phantastischen Realismus orientieren und voller Klassikerzitate sind. „Kuglers Werke sind damit auch Bedenkenträger gegen die Bedrohung der Geisteswissenschaften in einer funktionalistischen und auf den Geldwert ausgerichteten Gesellschaft“, sagte Prof. Bathelt.
Die Ausstellung „Zufall - Abfall - Einfall“ ist noch bis zum 7. April während der üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Landratsamtes zu sehen. Am 10. März (15.30 Uhr) findet eine Führung mit Klaus Kugler und am 14. März (14 bis 17 Uhr) mit beiden Künstlern statt. Am 17. März lädt Lothar Hudy Kinder ab 10 Jahren zum Workshop „Skulpturen löten“ ein. Um Anmeldung unter Tel. 07051 160-491 wird gebeten.


