Die Analyse der Waldschäden in Baden-Württemberg für das Jahr 2008 ergab deutliche Schäden auf rund 35% unserer Waldfläche. Ein Grund für den schlechten Gesundheitszustandes des Waldes ist die Versauerung der Waldböden durch den Eintrag atmosphärischer Säuren. Böden haben von Natur aus die Fähigkeit, Säuren abzupuffern, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Wird dieser überschritten, sind Nährstoffverluste, verbunden mit weiterer Versauerung des Bodens und Freisetzung von toxischen Substanzen, die Folge.
Zur Vermeidung weiterer Nährstoffverluste und aus Gründen des Trink- und Grundwasserschutz ist es daher erforderlich, die im Boden vorhandenen Säuren durch Bodenschutzkalkungen abzupuffern.
Die Kreisforstverwaltung Calw plant deshalb in diesem Jahr die Durchführung einer großflächigen Bodenschutzkalkung in Aichhalden und Oberweiler, die den gesamten Privatwald mit einer Fläche von rund 370 Hektar sowie 60 ha Gemeindewald umfasst. Die Ausbringung soll im Herbst 2010 mittels Gebläsefahrzeugen und am Unterhang zum Kleinenztal per Hubschrauber erfolgen. Da die Bodenschutzkalkung für Privatwaldbesitzer vollständig kostenfrei ist, geht die Kreisforstverwaltung davon aus, dass die betroffenen Waldbesitzer mit der Durchführung der Bodenschutzkalkung auf ihren Grundstücken einverstanden sind und einer Befahrung des vorhandenen Rückegassen- und Maschinenwegenetzes zustimmen. Grundeigentümer, die sich gegen eine Kalkung ihrer Waldfläche aussprechen, werden gebeten, die Kreisforstverwaltung bis zum 30. September 2010 zu benachrichtigen: Landratsamt Calw, Abteilung

