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Andreas Sarows Kunst im öffentlichen Raum

Beginn:
11.06.2019
Ende:
12.07.2019
Ort:

Karlsruhe

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Informationen zur Veranstaltung

PLACE FOR (Urban) ART | Kunst im öffentlichen Raum eröffnet einer Stadt große Chancen. Auch und gerade dann, wenn sie an unerwarteten Orten stattfindet, wenn sie auf die bestehende Architektur reagiert und auf die Umgebung eingeht.  

Andreas Sarow hat mit vielen temporären Kunstinstallationen in den öffentlichen Raum eingegriffen ? durchaus auch mit Guerilla-Taktik. Er verwandelt Gebäude über Nacht und inszeniert urbane ?Leerräume?. Immer sind seine Arbeiten mit dem vorgefundenen Ort verbunden und können nur dort entstehen. Die Schwarze Villa in Pforzheim etwa konnte nur in einem noblen Villenviertel stehen, in dem vergleichbare Bautypen zu finden sind, während die Factory, ebenfalls in Pforzheim, nur an einem seelenlosen Unort zwischen Bahn und Bundesstraße entstehen konnte.
Sarows langjährige Erfahrung in der Architektur hat seinen Blick dafür geschärft, wie ein Gebäude zu sehen und zu deuten ist, mit welchen Materialien was in welcher Zeit technisch umsetzbar ist. Und wie die Realisierung ohne Aufmerksamkeit verwirklicht werden kann.
Stets sind die Inszenierungen dabei temporär, durch die zeitliche Begrenzung intensiviert sich ihre Wirkung. Der ?Place for Art? wird zu einem ?Place to be?. 

PLACE TO BE |Sarows Installationen fallen auf. Sie stechen hervor, sind bildhaft, plakativ, auch gefällig ? sie bieten sich bewusst als Motiv an. Sie sind ?instagramable?:Viele Besucher fotografieren die Aktionen, taggen und posten sie in Social Media. Das Kunstwerk wird zum #Hotspot, zum ?In-Ort?, an dem man gewesen sein muss, an dem man sich zeigt. 
 
Sarow macht sich das Phänomen der Fotogenität in sozialen Netzwerken zu Nutze. Er lenkt Besucher und Besucherinnen in öffentliche Räume, an denen sie sich nicht aufhalten würden. Zugleich thematisiert er diverse schwierige Fragen, die sich in urbanen Räumen stellen, etwa den Umgang mit altem Bestand (sanieren oder abreißen?), den enormen Bedarf an Wohnraum oder das ?Wohnen von der Stange?.  Die Schwelle zwischen Kunstwerk und Betrachter wird verringert, ohne die Qualität und den Anspruch der Arbeiten zu konterkarieren. So eröffnen sich vielschichtige Anknüpfungspunkte der Begegnung mit den Installationen. 

Die temporären Inszenierungen schaffen Orte, Identität, Besonderheit ? und ziehen an. Ein Potenzial für urbane öffentliche Räume, das nicht zuletzt auch für das Stadtmarketing von Bedeutung ist.
 
Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch die Kunstprojekte von Andreas Sarow in den vergangenen vier Jahren: 
 
2018  Factory, Pforzheim  2018  Das bedrohte Haus, Pforzheim 2017  Penthaus, Pforzheim 2017  Way of life calculator, Konstanz 2017  Das perfekte Elternhaus, Pforzheim 2016  Dollhaus, Engelsbrand 2015  Die schwarze Villa, Pforzheim
 
Andreas Sarow (1974, Pforzheim) studierte von 1995 bis 2000 unter Professor Hans Klumpp Architektur in Stuttgart. Seit 2015 sorgt er mit zahlreichen urbanen Kunstprojekten für Aufmerksamkeit. Durch seine Vergangenheit als erfolgreicher Immobilienspekulant sehen ihn viele als unberechenbaren kapitalistischen Freigeist.