Direkt zu:
Landschaft Welle

Aktuelle Veranstaltungen


< Oktober 2019 * >
KWMoDiMiDoFrSaSo
40   01 02 03 04 05 06
41 07 08 09 10 11 12 13
42 14 15 16 17 18 19 20
43 21 22 23 24 25 26 27
44 28 29 30 31      
 

Sauber? Kulturgeschichte des Badens in Ettlingen

Donnerstag, 11.04.2019 bis Sonntag, 12.01.2020
11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ettlingen

Informationen zur Veranstaltung

Wussten Sie schon, dass man in römischer Zeit aufgrund desausgiebigen Badens 400 l Wasser pro Tag und Person verbrauchte im Vergleich zuden rund 120 l, die heute in Ettlingen pro Tag an Wasser pro Person verbrauchtwerden? Wussten Sie, dass man heute 150 l virtuelles Wasser benötigt um 1 TasseKaffee zuzubereiten oder noch vor 100 Jahren nur wenige Haushalte in Ettlingenfließendes Wasser hatten? Heute ist Wasser bei uns jederzeit verfügbar.Tägliches Duschen und der Einsatz von Seife waren jedoch nicht immerselbstverständlich. Die körperliche Reinigung sowie der Begriff der Sauberkeitsind einem steten Wandel unterworfen.

Die Ausstellung ?Sauber?? widmet sich demElement Wasser und dem Wandel der Körperpflege von den ersten Siedlungsspurenin Ettlingen vor rund 4000 Jahren bis heute.

In Ettlingens Geschichte war es vor allemder Fluss Alb, dessen Vorzüge dieMenschen dazu bewog, sich hier anzusiedeln. Wussten Sie schon, dass man sichvor fast 2000 Jahren in der römischen Siedlung an der Alb in einem warmen Badentspannen konnte? In unmittelbarer Nähe zum Fluss sind die Reste einerrömischen Badeanlage gefunden worden, die anlässlich dieser Ausstellungerstmals im Modell rekonstruiert wurde. Ob im Kalt- oder wohltemperiertenWarmbaderaum mit Fußbodenheizung ? hier konnte man es sich schon vor rund 2000Jahren gut gehen lassen.

Wellnessim Mittelalter: Die Badestube

Auch wenn die Zeit die römische Badeanlagein Vergessenheit geraten ließ, verzichtete man dennoch nicht auf Sauberkeit undBadekultur, wenn auch in anderer, einfacherer Form. Die mittelalterlicheBadstube bot Erholung in Badezubern mit warmem Wasser und wohlriechendenEssenzen.

In Zeiten der Pestepidemien wuchs die Angstvor der Ansteckungsgefahr. Man hatte die Vorstellung, dass Wasser durch diePoren der Haut in den Körper eindringt, ihn schädigt und krankmacht. Manschloss so nach und nach die Badhäuser und erfand die trockene Toilette. In der Ausstellung erfahren Sie wie diese soganz ohne Wasser funktionierte und mit welchen Mitteln die adligen Damen zurZeit der Markgräfin Sibylla Augusta lästige Parasiten wie Flöhe in Schachhielten und aus dem Dekolleté verbannten. 

Das 19. Jahrhundert ist geprägt durch besorgniserregende, hygienischeVerhältnisse der einfachen Leute in der Stadt, die erst um 1900 deutlicheBesserung erfahren. Die wegbereitenden technischen Entwicklungen imSanitärbereich in England beeinflussten die Badekultur des gehobenen Bürgertumsin ganz Europa. Luxusbäder aus England,sorgten um 1900 sicherlich auch in einzelnen großbürgerlichen Häusern inEttlingen für gepflegte Behaglichkeit.

Besucherinnen und Besucher können in alteZeiten eintauchen, indem sie in einer Zinkwanne Probeliegen oder einemPlumpsklo Platz nehmen und sich an den samstäglichen Badetag erinnern. 

Ob schickes Jugendstilbad oder farbenfrohes Design der1970er Jahre ? die Ausstellung bietet mit detailreichenBadezimmerinszenierungen Einblicke in die Entwicklung der privaten wie auchöffentlichen Badekultur und ein spannendes Kapitel Ettlinger Stadtgeschichte!

Die Bade-Spielewelt

Spiel und Spaß rund um die Themen Baden und Wasser sindin der Bade ? Spielewelt geboten: Wassergeräusche erkennen, um die Wetteangeln, das Entenrennen spielen oder am Spieltisch puzzeln und playmobil Bäderbauen, kreative Recycling Gefäße fürs Bad erfinden oder eine kleine Modeschaumit Bademantel und Duschhaube inszenieren und noch einiges mehr.

Kosten

3 ?, ermäßigt 2 ?, Familienkarte 6 ?


Veranstaltung exportieren

Bitte wählen Sie das gewünschte Dateiformat!
VCS (Outlook) »
ICS (Apple) »
iCal »