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Landschaft Welle
17.09.2019

Borkenkäfer geht in die Winterpause – Waldbesitzer können aber noch nicht verschnaufen

Für den Borkenkäfer neigt sich das Jahr 2019 bereits dem Ende zu. Für die Waldbesitzer im Kreis Calw ist das Borkenkäferjahr aber noch nicht beendet. Befallene Bäume, die jetzt gefunden und eingeschlagen werden, senken das Befallsrisiko im kommenden Jahr drastisch.

Der Neubefall und der Brutbetrieb der Borkenkäfer nimmt aufgrund der abnehmenden Tageslänge und niedriger Nachttemperaturen deutlich ab. Trotzdem muss die Suche nach frischen Befallsbäumen unbedingt weiterhin fortgesetzt werden.

Oft zeichnen bereits in den letzten Wochen befallene Fichten erst mit Verzögerung, zum Beispiel durch herabrieselnde grüne Nadeln, eine sich färbende Krone oder durch Spechtabschläge abgeplatzte Rinde. Auch Bohrmehl zählt weiterhin zu den erkennbaren Befallssymptomen, da die Käfer unter der Rinde noch weiter aktiv sind. Insbesondere muss das direkte räumliche Umfeld vorheriger und bereits sanierter Befallsnester intensiv auf Neubefall kontrolliert werden, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dort Folgebefall entstanden. Jeder ab jetzt erkannte und rechtzeitig unschädlich gemachte frische Befallsbaum, reduziert das Überwinterungspotential und somit die Ausgangspopulation für das kommende Jahr. In diesem Sinne sind auch noch im Fichtenbestand gelagerte Holzpolter unverzüglich abzutransportieren, um jeglichen noch möglichen Ausflug zu unterbinden.

Für Fragen zum Thema Borkenkäfer oder zur Aufarbeitung, Aushaltung und Vermarktung des Holzes stehen die zuständigen Revierförsterinnen und Revierförster des Landratsamts Calw gerne zur Verfügung.