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Landschaft Welle
25.01.2018

Hangrutschungen erschweren Planung der Straßenbaumaßnahmen im Landkreis Calw

Durch die Witterungseinflüsse mit starken Niederschlägen der vergangenen Tage bzw. Wochen haben sich an mehreren Stellen im Landkreis Calw Hangrutschungen ereignet. Erfasst sind bislang jeweils drei Hangrutschungen an Landes- und an Kreisstraßen.

Um größere Schäden und Verkehrsbeeinträchtigungen zu vermeiden, sind die witterungsbedingten Gefahrenstellen möglichst zeitnah zu sanieren. Dadurch werden die ohnehin schon ambitionierten Planungen zu Straßeninfrastrukturmaßnahmen im Landkreis Calw erschwert und das hierfür in diesem Jahr vorgesehene Budget erheblich belastet.

Dies wurde beim alljährlichen Verkehrsgespräch am 24. Januar 2018 im Landratsamt deutlich, in dessen Rahmen die Straßenbaumaßnahmen des Regierungspräsidiums auf Bundes- und Landesstraßen und des Landkreises auf Kreisstraßen sowie die erforderlichen Forstarbeiten abgestimmt wurden, um die Unannehmlichkeiten für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Anwesend waren auch Vertreter der Verkehrsbehörden der Städte Calw und Nagold, Busunternehmen sowie die Verkehrspolizei. Das Landratsamt wird sich zusätzlich eng mit den Städten und Gemeinden im Kreis abstimmen.

Wie bereits am Mittwoch bekanntgegeben, musste die Kreisstraße 4304 vom Spielplatz Altbulach bis zur Einmündung auf die L 348 (Neubulacher Steige) aus Gründen der Verkehrssicherheit bis auf Weiteres voll gesperrt werden. Das unter der Straße austretende Schichtenwasser hatte zum vollständigen Abrutschen einer Stützmauer aus Natursteinblöcken geführt, welche die Straße abstützte.
Derzeit ist zu befürchten, dass auch die Straße selbst durch die Gleitschicht wegrutschen könnte.

Die Umleitung erfolgt von der Altbulacher Straße über die L 348 nach Neubulach und weiter bis zur Station Teinach und umgekehrt. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wurde auch der darunter verlaufende Nagoldtalradweg zwischen der Station Teinach und dem Waldecker Hof vorläufig gesperrt, da nicht auszuschließen ist, dass Steine den Hang herunterrutschen.

Als Sofortmaßnahme wird auf der Kreisstraße 4304 eine Folie auf die Böschung aufgebracht. Außerdem führt das Landratsamt Baugrunderkundungen durch und erarbeitet ein Sanierungskonzept. Die voraussichtliche Dauer der Sperrungen ist erst nach Abschluss der Untersuchungen zum Umfang der erforderlichen Hangsicherungsmaßnahmen absehbar.

Außerdem betroffen sind die L 76b zwischen Sprollenhaus und Kaltenbronn an zwei Stellen, die L 347 zwischen Bad Teinach und Oberkollwangen an der Abzweigung mit der K 4329 nach Emberg, die K 4335 zwischen Berneck und Baiermühle und die K 4339 zwischen Rohrdorf und Walddorf. An diesen Stellen mussten die Straßen durch Baken bzw. eine Betongleitwand eingeengt werden. Derzeit werden die Sanierungskonzepte erstellt, ein genauer Umfang ist daher noch nicht absehbar.

Das Landratsamt bittet um Beachtung der Maßnahmen und um Verständnis für die dadurch eintretenden Verkehrsbeeinträchtigungen.