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Landschaft Welle
13.08.2019

Neue Technologie beim Breitbandausbau kommt zum Einsatz

Mit dem Spezialverfahren „LAYJET“ effizient Kabel verlegen

Der Breitbandausbau ist im Landkreis Calw schon weit fortgeschritten. Immerhin sind schon 380 Kilometer Glasfaserkabel für das Backbone-Netz im Landkreis verlegt worden. Jetzt kann der Ausbau noch schneller vorangehen, weil das damit beauftragte Unternehmen Netze BW ein in Österreich entwickeltes Spezialverfahren zur Anwendung bringt.

Beim Vorort-Temin in Enzklösterle machten sich Landrat Helmut Riegger und Enzklösterles Bürgermeister Sascha Dengler im Beisein von Vertretern der Straßenbauabteilung und des Eigenbetriebs Breitband ein Bild von dem Spezialverfahren „Layjet“. Damit werden in einem Arbeitsgang das Straßenbankett aufgefräst, das Glasfaserkabel in einer Tiefe von 50-70 cm verlegt und der Schacht sofort wieder verschlossen, so dass die Straße dank eines besonderen Verdichtungsverfahrens danach gleich wieder befahren werden kann. „Ich bin begeistert, wie schnell und einfach dank dieser Methode Glasfaserkabel verlegt werden können“, sagt Landrat Riegger am Montag beim Begutachten des Echtbetriebs mit der Kabelverlegfräse. „So können wir unser Ziel, den gesamten Landkreis mit Glasfaser zu versorgen, noch schneller erreichen.

Am Tag können bis zu drei Kilometer Kabel verlegt werden, während es mit den herkömmlichen Verlegemethoden etwa 150 Meter pro Tag sind. Dank der schonenden Vorgehensweise kommt es nur zu geringen Lärm- und Staubbelastungen sowie zu minimalen Verkehrsbehinderungen.

Layjet wird im Landkreis zunächst auf einer Strecke von 1,5 Kilometern in Enzklösterle zwischen Gompelscheuer und Rohnbach eingesetzt. Mit dem Layjet-Verfahren verringert sich im Vergleich zur konventionellen Bauweise die Bauzeit von vier Wochen auf einen Tag. Das innovative Verfahren wird künftig auch in weiteren Ausbaugebieten im Landkreis Calw angewandt, sofern es naturschutz- und wasserrechtliche Vorgaben erlauben.