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Landschaft Welle
05.07.2019

Prognos Zukunftsatlas 2019 bestätigt positive Entwicklung im Landkreis Calw

Landrat Riegger sieht sich in seiner politischen Agenda bestätigt und zieht ein zufriedenes Fazit

Mit dem Prognos Zukunftsatlas werden seit 2004 alle drei Jahre die Zukunftschancen und -risiken aller 401 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands bewertet, was für Landrat Helmut Riegger stets ein Gradmesser für die Entwicklung im Landkreis Calw war. Dass der Landkreis Calw eine strukturpolitisch hervorragende Entwicklung durchlaufen hat, wurde zuletzt im Jahr 2016 deutlich: Mit einem Sprung von Platz 212 auf Platz 124 gehörte man nach Berlin deutschlandweit zum Top-Aufsteiger und konnte viele Nachbarkreise hinter sich lassen. Auch im neu veröffentlichten Zukunftsatlas lassen sich die positiven Tendenzen der letzten Jahre erkennen. Zwar verlor der Landkreis Calw einige Plätze und wird nun auf Rang 176 gelistet, für den Calwer Landrat jedoch ein zufriedenstellendes Ergebnis: „Nach dem kometenhaften Aufstieg im Jahr 2016 müssen wir uns mit diesem Ergebnis nicht verstecken. Vielmehr ist dies eine Bestätigung dafür, dass wir mit unseren Investitionen in Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und Digitalisierung auf dem richtigen Weg sind.“

Bei den für einen ländlich geprägten Landkreis wichtigen Indikatoren wie Geburtenrate, Bevölkerungsentwicklung und Beschäftigung konnte der Landkreis Calw eine stabile Entwicklung verzeichnen. Eine deutliche Verbesserung wurde hinsichtlich des Bereichs Wohlstand und soziale Lage erreicht. Besonders die geringe Kriminalitätsrate sticht hervor. Gestiegen ist hingegen die kommunale Verschuldung – auch ein Indiz für die getätigten Investitionen in den letzten Jahren. Gemäß der Analyse der bundesweiten Wohnraumsituation stellt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Kreis noch verhältnismäßig entspannt dar.

Insgesamt bescheinigt die Prognos AG dem Landkreis Calw für die Zukunft einen ausgeglichenen Chancen-Risiken-Mix.
Nach dem hervorragendem Ergebnis im Prognos Zukunftsatlas 2016 entschied sich Landrat Riegger, das bereits im Jahr 2012 mit der Prognos AG erarbeitete Zukunftsprogramm für den Landkreis Calw fortzuschreiben. „Das Zukunftsprogramm kann als Agenda für die kommenden Jahre verstanden werden. Sich mit den zukünftigen Herausforderungen auseinanderzusetzen und vorausschauend zu planen, ist auch in der Kommunalpolitik unerlässlich“, so Riegger. Das Zukunftsprogramm mit neun ganz zentralen Handlungsfeldern wurde in einem breit aufgestellten Entwicklungsprozess in zahlreichen Kommunen des Landkreises Calw vorgestellt, um auch auf strukturpolitischen Anforderungen vor Ort reagieren zu können.

Nach wie vor unverändert bleibt auch im aktuellen Zukunftsatlas das vor allem im ländlichen Raum vielfach beklagte Stadt-Land-Gefälle. Für Landrat Helmut Riegger jedoch kein Grund, zukünftig einen Politik des Abwartens zu verfolgen – ganz im Gegenteil: „Wenn der Ländliche Raum den Anschluss an die Großstädte und Metropolregionen nicht verlieren möchte, müssen wir weiterhin zukunftsfähige Strukturen vor Ort schaffen“, so der Kreischef.

Im Bereich der Infrastruktur hat der Landkreis einen langen Atem bewiesen und am Projekt Hermann-Hesse-Bahn festgehalten, das in den vergangenen Wochen mit der Klagerücknahme des NABU und dem Planfeststellungsbeschluss für die baulichen Maßnahmen im Bahnhof Renningen ein gutes Stück vorangekommen ist. Mit der Umsetzung eines innovativen Medizinkonzepts zur nachhaltigen Neuausrichtung seiner Kreiskliniken ist der Kreis Calw ein weiteres Großprojekt angegangen. Dieses umfasst die Sanierung und Erweiterung der Kliniken Nagold sowie einen Klinikneubau mit angeschlossenem Gesundheitscampus am Standort Calw und sichert so auch in Zukunft die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der Region. Auch beim Ausbau des Mobilfunks will Riegger nicht warten, bis die großen Telekommunikationsunternehmen im ländlichen Bereich tätig werden, sondern eine eigene Strategie verfolgen.

„Wenn wir diese Ziele weiterhin mit Nachdruck verfolgen, müssen wir uns nicht vor den Ballungsräumen um uns herum verstecken“, bilanziert Landrat Helmut Riegger.