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Landschaft Welle
10.11.2017

Realisierung des Gesundheitscampus rückt näher

Projektpartner beantworten Architekten Fragen zum städtebaulichen Realisierungswettbewerb

Am Dienstag fand im Rahmen des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs zur Gestaltung des Gesundheitscampus Calw ein Kolloquium im Landratsamt statt. Vierzehn renommierte Architekturbüros aus Deutschland, Österreich und Luxemburg nutzen die Gelegenheit, um Fragen zur Auslobung des Wettbewerbs zu stellen.

Dabei ging es unter anderem um die Raum- und Funktionsprogramme des Klinikneubaus und der anderen Einrichtungen des geplanten Gesundheitscampus auf dem Stammheimer Feld III in Calw. Weitere Schwerpunkte waren die äußere und innere Erschließung des Geländes sowie formale Bedingungen des Wettbewerbsverfahrens. Die Fragen wurden von den jeweiligen Campuspartnern und von Andreas Quentin, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Calw, beantwortet. Auch die anwesenden Fach- und Sachpreisrichter beteiligten sich an der intensiven Diskussion. Die vertretenen Architekturbüros waren für das Angebot des Kolloquiums dankbar und kündigten an, dass sie die erhaltenen Antworten in die anstehenden Planungen einfließen lassen werden. Im Anschluss an das Kolloquium folgte eine gemeinsame Besichtigung des Baufelds auf dem Stammheimer Feld III.

„Dass wir vierzehn angesehene Architekturbüros mit einer hervorragenden Expertise im Krankenhausbau für die Teilnahme am Wettbewerb zur Realisierung des Gesundheitscampus Calw gewinnen konnten bestätigt, dass es sich um ein innovatives und zukunftsfähiges Projekt handelt. Ich bin überzeugt, dass wir eine sehr spannende Auswahl an Gestaltungsvorschlägen erhalten werden“, so Landrat Helmut Riegger.

Die Preisgerichtssitzung findet am 28. März 2018 statt. Vom 9. bis 13. April 2018 werden die Wettbewerbsergebnisse im Landratsamt öffentlich ausgestellt.

Auf dem 6,5 Hektar großen Gesundheitscampus Calw werden ergänzend zum neuen Krankenhaus ein Nephrologisches Centrum mit 25 Dialyseplätzen, ein Zentrum für Psychiatrie mit einer Klinik für Psychosomatik (30 Betten), einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (12 Plätze) und einer Psychiatrischen Institutsambulanz sowie ein „Haus der Gesundheit“ entstehen. Letzteres wird die S-Immobilienvermögen Gesellschaft der Sparkasse Pforzheim Calw als Bauträger errichten und an verschiedene Praxen, eine Kardiologie, den Pflegestützpunkt sowie auch an ein AOK- und ein PORT-Gesundheitszentrum vermieten.

Die Idee, einen Gesundheitscampus mit mehreren separaten, aber räumlich verbundenen Gesundheitseinrichtungen rund um den Klinikneubau auf dem Stammheimer Feld in Calw zu etablieren, entstand aufbauend auf den Planungen zum Neubau des Calwer Krankenhauses während der Erarbeitung der Medizinkonzeption 2020. Ziel ist eine patientenzentrierte und intersektorale Zusammenarbeit verschiedener Professionen des ambulanten Sektors sowie zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor. Dieses zukunftsweisende Konzept wird vom baden-württembergischen Sozialministerium und der AOK Baden-Württemberg ausdrücklich unterstützt.

Der Landkreis investiert rund 36 Millionen Euro für den Klinikneubau (ohne Parkplätze & Außenanlagen), die anderen Partner insgesamt rund 20 Millionen Euro für die angegliederten Einrichtungen.