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Informationen zum Coronavirus

Ende Januar 2020 wurden die ersten Verdachtsfälle des neuartigen Coronavirus 2019-nCoV in Deutschland (Bayern) bestätigt. Es besteht kein Grund zur Sorge, für beunruhigte Bürgerinnen und Bürger hat das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aber eine Übersicht der wichtigsten Informationen und Ansprechpartner zusammengestellt.


Fragen und Antworten


Einschätzung der aktuellen Lage für Baden-Württemberg

Bezüglich der Einschätzung der aktuellen Lage stützt sich das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg auf die Bewertung des Robert Koch-Institutes. Danach wird das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aufgrund der derzeitigen Sachlage als immer noch gering eingeschätzt (28.02.2020).

Falls Sie zum Risikokreis gehören, das heißt aus einem Risikogebiet kommen oder Kontakt mit Personen aus dem Risikogebiet hatten und bis 14 Tage nach der Rückkehr bzw. dem Kontakt grippeartige Krankheitssymptome entwickeln, nehmen Sie unter Hinweis auf den Aufenthalt in einem der Risikogebiete telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst (116 117) auf. Aus Vorsichtsgründen sollten Erkrankte die Kontakte zu Mitmenschen so weit wie möglich einschränken.

Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • Händewaschen
  • nicht in die Hand niesen
  • Abstand halten
  • häufiges Lüften der Innenräume

Die Gesundheitsbehörden sind auf das Auftreten neuer Krankheitserreger vorbereitet. So enthält das Infektionsschutzgesetz Regelungen für neu auftretende Krankheitserreger, von denen eine besondere Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen kann. Daraus ergibt sich beispielsweise unmittelbar eine Meldepflicht bei Auftreten entsprechender Verdachtsfälle.

Bei Auftreten eines Falles mit dem neuen Coronavirus können die Gesundheitsämter auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes alle notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen veranlassen. Hierzu zählen beispielsweise

  • die Isolierung betroffener Patienten,
  • die Erfassung und Untersuchung von Kontaktpersonen und
  • die Absonderung ansteckungsverdächtiger Kontaktpersonen zum Beispiel durch häusliche Beobachtung. 

Eine wichtige Rolle kommt den in Praxen und Kliniken tätigen Ärzten zu, da sich ein Krankheitsverdacht in der Regel bei der Anamnese und Untersuchung von Patienten ergibt. Zur Sensibilisierung der Ärzte besteht Kontakt mit der Landesärztekammer.

Derzeitige Empfehlung für Reiserückkehrer aus Italien:

Reisende, die mit einer in Italien am Coronavirus erkrankten Personen einen persönlichen Kontakt hatten, sollten sich umgehend an das zuständige Gesundheitsamt wenden.

Alle Reisenden aus der italienischen Provinz Lodi (Region Lombardei) und der Gemeinde Vó (Provinz Padua, Region Venetien), die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten nach telefonischer Anmeldung und unter Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen.

Zudem sollten diese Personen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen und sich die Armbeuge oder ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen, vor Mund und Nase halten. Auch die Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife zu waschen, ist zu empfehlen.

Telefonhotline des Landesgesundheitsamts

Bei Fragen zum neuartigen Coronavirus können sich Bürgerinnen und Bürger werktags zwischen 9 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 0711/904-39555 an eine eigens eingerichtete Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.

Nähere Informationen hierzu unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/telefon-hotline-zu-coronavirus-geschaltet/

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