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Energie und Klimaschutz

Über die Bedeutung des Klimaschutzes gibt es keinen Zweifel. Endlich ist die Energie- und Klimaschutzproblematik dort angekommen, wo sie hingehört: in der breiten Öffentlichkeit.

Warum Klimaschutz?

Unsere Erde steuert auf gefährliche Klimaveränderungen zu. Weltweit werden ungebremst riesige Mengen Erdöl, Kohle und Erdgas verbrannt und Wälder abgeholzt. Gletscherschmelzen, Erderwärmung, häufigeres Auftreten von Naturkatastrophen und der Anstieg des Meeresspiegel sind nur einige der spürbaren Folgen der Klimaveränderung. Die heutigen Generationen müssen alles daran setzen, um die bereits begonnene Erderwärmung auf maximal 2° Celsius zu begrenzen, damit kommenden Generationen keine unkontrollierbaren Umweltveränderungen hinterlassen werden. Das heißt konkret, dass in den kommenden 40 Jahren mindestens 80 bis 95% Treibhausgasemissionen vermeiden werden müssen.

Nicht zuletzt zeigen die tragischen Unglücke von Tschernobyl und Fukushima sowie die Konflikte um den weiterhin ungeklärten Verbleib von großen Mengen hochgiftigen, radioaktiven Abfalls aus Kernkraftwerken, dass auch in Sachen Energiequellen ein Umdenken statt finden muss. Zudem zeigen immer neue Rekorde bei den Preisen für Erdöl oder Erdgas, dass diese unseren Bedarf nicht mehr lange decken können. Die Bundes- und Landesregierung reagierte darauf mit der sogenannten Energiewende: 50% Energiesparen, 80% Erneuerbare Energien, 90% weniger Treibhausgase.

Der Weg dort hin ist jedoch lang…

Der Landkreis Calw kann mit Hilfe seines Energie- und Klimaschutzkonzeptes die zukünftige Energieversorgung und Klimasituation im Landkreis selbst gestalten. Daraus ergeben sich vielfältige Vorteile für den Landkreis, die Städte und Gemeinden, die Wirtschaft und die Bürger.

Energie- und Klimaschutzkonzept

Das Wichtigste auf einen Blick finden Sie hier.

Informieren Sie sich über das Energiepolitisches Leitbild des Landkreises Calw.

Das vollständige Energie- und Klimaschutzkonzept des Landkreises:

Teil 1 Bestandsanalyse und Potenzialaberechnung

Anlage zu Teil 1

Teil 2 - Handlungsfelder

Anlage zu Teil 2

Teil 3 - Der Landkreis und seine Gemeinden

Klimaschutz im Alltag

Jeder Einzelne kann durch seine alltägliche Lebensweise etwas zum Klimaschutz beitragen. Und meist hat das gar nichts mit Verzicht zu tun, sondern spart sogar noch Geld. Selbst kleine Maßnahmen können eine große Wirkung auf das Klima haben.

Hier finden Sie hilfreiche und interessante Tipps und Links, um Sie bei Ihrem Beitrag zum Klimaschutz im Alltag zu unterstützen.

Energiespar & Klimaschutztipps:

Einige Tipps wie man mit wenig Aufwand zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig Energie sparen kann, haben wir Ihnen in einem Flyer zusammen gestellt.

CO2 Rechner

Durschnitt Deutschland: Ca. 12 Tonnen CO2 pro Person jährlich.

Langfristiges Ziel: Unter 1 Tonne CO2 pro Person jährlich.

Hierzu müssen wir noch viel tun.

Aber schon heute können wir als Einzelne vorausgehen. Wir können nicht nur kiloweise, sondern sogar tonnenweise CO2 vermeiden – bei uns und bei anderen. Der UBA-CO2-Rechner hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten: Wo stehen Sie heute? Was sind Ihre zentralen Stellschrauben? Welchen Beitrag können Sie zukünftig für den Klimaschutz leisten?

Testen Sie es aus: http://www.uba.co2-rechner.de/de_DE/

Energiesparkonto

Das Energiesparkonto macht Ihren Energieverbrauch für Sie sichtbar, vergleicht Ihren Energieverbrauch und Ihre Energiekosten mit anderen Haushalten und zeigt Ihnen anschaulich, wo und wie Sie am besten Energie sparen können.

Testen Sie es aus: https://www.energiesparkonto.de/index.php?cmd=esk.landingPage&action=default

Energiesparcheck

Mit dem Stromvergleich und Gaspreisvergleich Kosten sparen.

Testen Sie es aus: https://www.energiesparcheck.de/

Mein Klimaschutz

Was machen Sie in Sachen Klimaschutz? Zeigen Sie anderen, was Sie schon tun oder vorhaben.

Ganz einfach hier:

Testen Sie es aus: https://www.mein-klimaschutz.de/

Klimaschutzberichte der kreiseigenen Liegenschaften

Der Landkreis Calw erstellt jährlich ein Klimaschutzbericht in dem alle Verbrauchsdaten (Wärme, Strom und Wasser) der kreiseigenen Liegenschaften aufgeschlüsselt sind. Daneben werden auch die Themen Klimaschutz in der EDV und der landkreiseigene Fuhrpark dargestellt.

Die Berichte können über die Abt. Gebäude und EDV - Technisches Gebäudemanagement abgerufen werden.

Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw e.V.

In Zeiten steigender Energiepreise und knapper werdender Rohstoffe wächst das Interesse vieler Bürger an Fragen der Energieeinsparung und des effizienten Einsatzes von Energie. Allen, die sich für dieses Thema interessieren, bietet der Landkreis Calw eine zentrale Anlaufstelle: die Gemeinschaft der Energieberater e.V..

Hier erhalten Sie eine umfassende und vor allem neutrale Beratung. Die Gemeinschaft der Energieberater wurde mit Unterstützung des Landkreises Calw gegründet und ist ein Zusammenschluss qualifizierter Gebäudeenergieberater.

Klimaschutzmanager

Der Klimaschutzmanager des Landkreises Calw Elias Weigel stellt sich vor:

Vorstellung Klimaschutzmanager

Förderprogramme

Eine Auflistung der Förderprogramme für Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen finden Sie unter:

www.foerdermittel-aktuell.de

www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/root.html

www.kfw.de/kfw.de.html

KEFF - Energie-Effizienz-Beratung für Unternehmen

KEFF-Effizienzmoderator für die Region Nordschwarzwald ist Herr Andreas Fibich. Er initiiert, unterstützt und begleitet gezielt Effizienz-Maßnahmen vom ersten Gespräch, über die Umsetzung im Unternehmen bis zur Feststellung der konkreten Effizienzerfolge. Dabei werden neben der Gebäudehülle und -infrastruktur auch der Produktionsprozess und Querschnittstechnologien in die Betrachtung einbezogen. Weitere Informationen unter: https://keff-bw.de/de/kompetenzstelle/nordschwarzwald

Projekte/Aktuelles/Veranstaltungen

Großer Erfolg der Handy-Sammelaktion im Landkreis Calw

Von August bis November 2018 beteiligte sich der Landkreis Calw an der „Handy-Aktion Baden-Württemberg“. Zur Freude der Initiatoren wurde das Angebot zur Abgabe alter Mobiltelefone im Kreis rege genutzt.

Die Sammelaktion war ein großer Erfolg! Die Nachfrage war direkt von Beginn an so groß, dass kurz nach dem Start der Aktion – zusätzlich zu den Handy-Sammelboxen im Landratsamt Calw und in der Energieagentur in Althengstett – auch Boxen in den Außenstellen des Landratsamts in Nagold und Bad Wildbad-Calmbach sowie im Rathaus Egenhausen platziert worden sind. Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion 807 nicht mehr benötigte Mobiltelefone abgegeben. Vielen Dank an alle, die dieses Projekt im Landkreis Calw unterstützt haben!

Die eingesammelten Altgeräte wurden nach der fachgerechten Löschung der Daten zur Wiederverwendung aufbereitet oder dem Recyclingprozess zugeführt, durch welchen insgesamt ca. 20 Gramm Gold, 121 Gramm Silber und 7.263 Gramm Kupfer gewonnen werden konnten. Diese wertvollen Rohstoffe fließen nun wieder in den Produktionskreislauf ein.

Die Erlöse der lokalen Sammelaktionen tragen dazu bei, drei nachhaltige Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Afrika zu unterstützen, auf dortige Missstände hinzuweisen und mögliche Alternativen für die Menschen vor Ort aufzuzeigen.

Ziel der Handy-Aktion Baden-Württemberg ist es, über die globalen Zusammenhänge der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft zu informieren und gleichzeitig die ungenutzten Ressourcen der rund 100 Millionen in Deutschland „vergessenen“ Altgeräten wieder nutzbar zu machen.

Die Handy-Aktion ist ein gemeinsames Projekt kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Träger, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in Kooperation mit der Deutschen Telekom Technik GmbH. Sie steht unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Schirmherr der Aktion ist Umweltminister Franz Untersteller.

Weitere Informationen sind unter www.handy-aktion.de zu finden.

Hausmeisterschulung zur Heizungstechnik stößt auf großes Interesse

15 interessierte Hausmeister aus dem Landkreis Calw nahmen kürzlich an einer Schulung zum Thema Heizungstechnik der Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw, der Gemeinde Althengstett, vertreten durch den Klimaschutzmanager Johannes Heberle und des Landkreises Calw in Person von Klimaschutzmanager Elias Weigel teil.

Der Fokus des Seminars in den Räumen der Gemeinschaft der Energieberater in Althengstett lag auf der Betrachtung der nicht-investiven, verhaltensbedingten Energiesparmaßnahmen. Hierzu wurden Zusammenhänge aufgezeigt, Erklärungen geliefert und konkrete Energiespartipps angesprochen.

Maßnahmen zur Energieeinsparung haben nach wie vor einen großen Stellenwert. Zielsetzungen zum Umweltschutz und die Kostenentwicklung im Energiebereich unterstreichen diese Bedeutung. „Hausmeister in öffentlichen Liegenschaften kennen ihre Gebäude, deren Anlagen und Nutzer am besten und sind ein bedeutender Personenkreis für die Belange des Energiesparens“, so Weigel über die Zielgruppe der Schulung.

Thomas Leuthner vom Ingenieurbüro ebök aus Tübingen erklärte in einem einführenden Teil die Motivation hinter dem Energiemanagement, um anschließend ausführlich verschiedene Heizsysteme sowie deren Komponenten zu erläutern. Faktoren wie die Heizkurve und die thermische Behaglichkeit rundeten den Theorieteil ab. Hierbei ergaben sich bereits die ersten Rückfragen zu den von den Hausmeistern betreuten Heizungsanlagen und gängige Problemstellungen kristallisierten sich heraus. Fragen wie „Braucht es wirklich 22 Grad in einer Turnhalle?“ oder „Wie kann ich es allen Nutzern des Gebäudes recht machen?“ sowie übliche technische Probleme an den Anlagen bezeichnen die täglichen Aufgaben, welchen sich die Hausmeister stellen müssen.

Nach der theoretischen Einführung stand die Besichtigung der verschiedenen Heizungssysteme in den Liegenschaften in Althengstett auf dem Programm. Im Zuge der Vorstellung der modernen Solarthermieanlage im Sonnenhaus Maurer, der Fernwärmeabnahmestation im Rathaus Althengstett und der komplexen Heizungsanlage inklusive digitaler Gebäudeleittechnik im Sportzentrum Althengstett wurden den Seminarteilnehmern praxisnah die Funktionsweisen der Anlagen und deren optimale Einstellungen vermittelt. Abschließend bestand die Möglichkeit für Fragen und Austausch.

Aufgrund des positiven Feedbacks der Beteiligten ist eine Folgeveranstaltung zum Thema Lüftungstechnik geplant, die ebenfalls in Form eines Theorie- und Praxisteils gestaltet wird. Der Termin hierfür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Veranstaltung „Energetische Sanierung von Schulen“ am 25. Oktober 2018 im Landratsamt Calw

Immer mehr Schulgebäude weisen unverkennbaren Rückstand in Modernisierungsbelangen auf, weshalb diese immer stärker in den Fokus kommunaler Sanierungsprojekte rücken. Diese Gebäude auf einen zeitgemäßen Baustandard zu bringen, ist eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen und erfordert einen Erfahrungs- und Wissensaustausch bei Verantwortlichen und Experten. Das Gebäude in Stand zu halten, Energie einzusparen und gleichzeitig den Nutzerkomfort für Schüler und Lehrer zu erhöhen sind die Ziele einer Schulsanierung. Als Versammlungsstätten zeichnen sich Schulen durch einen hohen Luftwechselbedarf aus, weshalb bei einer Sanierung vor allem das Thema Lüftung eine große Rolle spielt. Aufgrund der vielen verschiedenen Akteure und Interessengruppen, ist die Frage der Finanzierung und Förderung allerdings oft ausschlaggebend. Gemeinsam mit der EnerSearch Solar GmbH wird Ihnen als Bauverantwortliche, Kommunen, Architekten, Energieberater oder Schulträger eine Informationsplattform zu diesem wichtigen Thema geboten. Sie erfahren welche aktuellen Anforderungen es bei Schulsanierungen gibt und welche Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden können. Außerdem stellen wir Ihnen praxisnah durchgeführte Sanierungsmaßnahmen vor. Sie können sich ab sofort per E-Mail anmelden: elias.weigel@kreis-calw.de

Programmflyer 

Leitstern Energieeffizienz

Der „Leitstern Energieeffizienz“ ist ein landesweiter Wettbewerb, der vom Umweltministerium Baden-Württemberg seit dem Jahr 2014 ausgelobt wird – seit 2016 alle zwei Jahre – und in dessen Rahmen die energieeffizientesten Kreise ausgezeichnet werden. Dabei geht es nicht nur um die Daten zum Energieverbrauch oder konkrete Effizienzmaßnahmen, sondern auch um deren dynamische Veränderung und um Aspekte wie Beratung, Information, Netzwerke und vieles mehr. Die Landkreise erheben ihre Daten über einen vorgefertigten Fragenbogen. Die Bewertung dieser Aspekte erfolgt über eine gewichtete Indikatoren-Liste. Punkten können die Kreise mit Aktivitäten wie Energie- und Klimaschutzkonzepten, einem Energiemanagement oder ihrer Vorbildfunktion. Außerdem werden die in den Kreisen bereits messbaren Erfolge bei der Energieeffizienz analysiert. Hierzu gehören beispielsweise ein geringerer Energieverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften, Effizienzaktivitäten von Unternehmen und Haushalten sowie Entwicklungen und Kennzahlen im Verkehrsbereich.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Leitstern Energieeffizienz Baden-Württemberg“ finden Sie unter www.leitstern-energieeffizienz-bw.de .

Leitstern Energieeffizienz 2014

Der Landkreis Calw hat im Jahr 2014 beim erstmalig stattfindenden Wettbewerb "Leitstern Energieeffizienz" teilgenommen. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Bereich Wärme. Am 08.12.2014 hat Herr Landrat Riegger als Vertreter des Landkreises Calw den Sonderpreis "Output-Indikatoren/ messbare Erfolge" von Herrn Minister Franz Untersteller überreicht bekommen.

Untersucht wurden, welche Maßnahmen und Aktivitäten in den Stadt- und Landkreisen im Bereich Energieeffizienz umgesetzt und welche Erfolge damit erreicht wurden. Der Landkreis Calw konnte hier vor allem im Bereich seiner kreiseigenen Liegenschaften, den in Anspruch genommenen Förderprogrammen sowie dem in Eigenleistung erstellten Energie- und Klimaschutzkonzept punkten und landete beim Gesamtergebnis auf Platz 6 von 24 Teilnehmern.

Leitstern Energieeffizienz 2016

2016 hat der Landkreis Calw nochmals beim Wettbewerb teilgenommen. Der Schwerpunkt lag auf dem Thema Verkehr. Ebenfalls wurden die Bereiche Strom und Wärme aus den Vorjahren nochmals verglichen.

Leitstern Energieeffizienz 2018

Beim Wettbewerb 2018 wurde der Landkreis Calw mit dem Sonderpreis der Jury für sein Engagement und seine Projekte zur Förderung des nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet.

Dabei ist die Kooperation mit der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, welche zusammen mit dem Landkreis ganz auf nachhaltiges Reisen setzt, besonders erwähnenswert. So wurden für die Besucher des Kreises beispielsweise zwei Pauschalangebote erarbeitet, welche Übernachtung, E-Fahrzeug für Touren durch den Kreis sowie regionale Verpflegung beinhaltet. Durch eine gute Zusammenarbeit mit der ENCW (Energie Calw), einem starken und lokalen Partner in Sachen E-Mobilität, E-Car-Sharing und Ladeinfrastruktur, lässt sich zudem tageweise ein Elektroauto mieten. Weiterhin können Übernachtungsgäste mit dem Rail Inclusive Tours- (RIT) Ticket der Deutschen Bahn kostengünstig mit dem Zug an- und abreisen und mit dem KONUS-Ticket während ihres Aufenthalts alle Busse und Bahnen der Region sogar kostenlos nutzen. Außerdem gibt es eine Vielzahl an geführten E-Bike-Touren. Ergänzt werden diese Angebote um die kulinarischen Highlights der „Naturpark-Wirte“ und „Heckengäuköche“, die eine regionale und saisonale – teils fleischfreie – Küche bieten.

Erfreulich ist zudem, dass der Landkreis in den Einzel-Indikatoren der geförderten Effizienzmaßnahmen landesweit Bestwerte erreichen konnte. Besonders die vom Landkreis vermiedenen CO2-Emissionen und das ausgelöste Investitionsvolumen durch Förderprogramme stechen hierbei positiv heraus. Dies untermauert zusätzlich die gute Arbeit des Landkreises in Sachen Klimaschutz, aber auch die hervorragende Beratungsleistung für Bürgerinnen und Bürger der Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw e.V..   

ECOfit 2016/2017

Ziel von ECOfit ist es, umwelt- und klimaschutzrelevante Themen in den Unternehmen zu etablieren und Maßnahmen zu erarbeiten, die die Umwelt entlasten und Kosten senken.

Mit dabei waren seit Beginn im Oktober 2015 folgende fünf Unternehmen:

1. Berufsförderungswerk in Bad Wildbad (CW)

2. DUROtherm Kunststoffverarbeitung GmbH in Haiterbach (CW)

3. Klinikverbund Südwest mit den Standorten Calw und Nagold (CW)

4. Evangelisches Kinderdorf e.V. in Calw-Stammheim (CW)

5. Schwarz SYSTEMS GmbH aus Dornstetten (FDS)

Ganz nach dem Motto „von Anderen lernen“ haben die Workshops bei den Unternehmen sowie bei Martin Walz Elektro und Solartechnik in Simmozheim und Schnepf Planungsgruppe in Nagold stattgefunden. Bestandteil der Workshops war auch ein Rundgang durch das jeweils austragende Unternehmen. Damit konnten die Unternehmen besser kennen gelernt und Ideen gesammelt werden, was vielleicht auch für das eigene Unternehmen umgesetzt werden kann

Im Juli 2016 hat eine unabhängige Jury hat die Unternehmen hinsichtlich der erforderlichen Kriterien für die Zertifizierung geprüft. Relevant waren vor allem die Bildung eines Umweltteams sowie das erarbeitete Maßnahmenprogramm. Begutachtet wurde auch, welche Maßnahmen in den Unternehmen schon während des Jahres umgesetzt wurden.

Alle Unternehmen haben diese Prüfung bestanden und haben am 20.09.2016 bei einer feierlichen Stunde im Landratsamt Calw die Auszeichnung zum ECOfit Betrieb erhalten.

So werden mit 20 Maßnahmen rund 106.000,-€ pro Jahr eingespart. Der größte Teil fällt darunter unter das Thema Energieeinsparung, aber auch im Bereich Abfall und Wasser/Abwasser konnten Einsparungen erzielt und Kosten gesenkt werden.

Auch 2018 ist geplant wieder an ECOfit teilzunehmen.

Weitere Informationen

  • Die Klimaschutz- und Energie-Agentur Baden-Württemberg (KEA) bietet umfangreiche Informationen und Veranstaltungen zu den Themen Energie und Klimaschutz:
    https://www.kea-bw.de/

Photovoltaik-Netzwerk Nordschwarzwald

Solaroffensive Nordschwarzwald startet im Landkreis Calw

Solarstromanlagen werden immer günstiger und besser – jetzt bekommt der Ausbau des Solarstroms im Landkreis Calw neuen Rückenwind. Im Rahmen des neu gegründeten Photovoltaik (PV)-Netzwerks Nordschwarzwald wird die Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw e. V. private Haushalte und Unternehmen im Kreis dabei unterstützen, neue Solarkraftwerke in Betrieb zu nehmen. Sie arbeitet dabei – wie schon beim Ausbau effizienter Wärmenetze – mit den anderen Energieagenturen der Region (Enzkreis, Pforzheim sowie Freudenstadt) und der Clean Energy GmbH zusammen.

Gemeinsam mit den Kommunen, dem Landkreis und dem Regionalverband Nordschwarzwald soll der Solarstromanteil, der landesweit bereits neun Prozent erreicht hat, noch weiter erhöht werden. Der starke Rückgang der Kosten für Solaranlagen macht Photovoltaik-Projekte gerade bei hohem Eigenverbrauch oder Stromspeichern wirtschaftlich sehr interessant. Zudem leisten die Betreiber von Solaranlagen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Die regionalen PV-Netzwerke sind ab sofort ein wichtiges Instrument der Solaroffensive Baden-Württemberg. Sie sollen Klimaschutz und regionale Wertschöpfung bei Handwerkern voranbringen und dazu beitragen, hohe Stromkosten durch günstige Solarstromproduktion zu senken. Viele Haushalte bezahlen heute fast 30 Cent für die Kilowattstunde Strom. Auf dem eigenen Dach produziert, kostet eine Kilowattstunde Solarstrom nur etwas mehr als ein Drittel davon. Zukünftig sollen auch Mieter vom Preisvorteil des Solarstroms profitieren können. Das PV-Netzwerk Nordschwarzwald will mit Stadtwerken und anderen Partnern mehr Mieterstromprojekte umsetzen helfen.

Auch in der Region Nordschwarzwald wird die Solarenergie in den kommenden Jahrzehnten die Hauptlast der Energiewende schultern. Die atomaren Risiken und der schnell fortschreitende Klimawandel machen den schnellen Ausstieg aus fossilen Quellen wie Kohle und Atom notwendig. Energie sparen und der rasche Ausbau erneuerbarer Energiequellen sind die Lösungen. Alle anderen erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse oder Geothermie werden kaum mehr als dreißig Prozent des Verbrauchs bei der Stromversorgung der Region abdecken können. Jede weitere Kilowattstunde Strom, die nicht eingespart werden kann oder importiert werden soll, muss solar erzeugt werden. Ziel der Energieagentur und ihrer Partner ist deshalb eine spürbare Erhöhung des Solarstromanteils am Verbrauch von heute unter zehn auf bis zu 30 Prozent im Jahr 2030.

Die Energieagentur startet deshalb die Solaroffensive im Landkreis Calw mit folgenden Zielen:

1. Förderung des Solarstroms durch Information der Bevölkerung

2. Aufbau eines langfristig tragfähigen Netzwerks aus Wirtschaft, Kommunen, Politik und Verbänden zur Umsetzung der Solaroffensive Baden-Württemberg im Kreis Calw

3. Erhöhung des Anteils von Solarstrom auf 30 Prozent des Verbrauchs bis 2030 durch optimierten Eigenverbrauch vom Haushalt über das Gewerbe bis zum Großbetrieb

4. Verbesserung der Netzverträglichkeit von Solarstrom und der Versorgungssicherheit durch Ausbau der Speicher, Ertüchtigung der Netze und Sektorkopplung

5. Aktive Kooperation zwischen Solarstromerzeugern und Netzbetreibern (vor allem Stadtwerken) mit neuen Geschäftsmodellen wie Mieterstrom

6. Massiver Bau von Dach-, Fassaden- und Freiland-Solarstromanlagen

7. Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Handwerk und Solarfirmen

8. Professioneller Betrieb der Solaranlagen durch bessere Wartung und Fernüberwachung

9. Mehr Klimaschutz durch Einstieg in die solare Elektromobilität

10. Unterstützung der Handwerksbetriebe und Solarteure bei der Bewältigung der steigenden Nachfrage nach Solaranlagen

Fakten zur Photovoltaik: https://solarcluster-bw.de/de/solarwissen/fakten-zur-photovoltaik/

Weitere Informationen zu PV-Netzwerken:  https://www.photovoltaik-bw.de/

Bei Rückfragen gibt Elias Weigel, Klimaschutzmanager des Landkreises Calw, unter der Telefonnummer 07051 9383657 bzw. per E-Mail an Elias.Weigel@kreis-calw.de gerne Auskunft. Ebenso steht auch Monika Falkenthal von der Gemeinschaft der Energieberater im Landkreis Calw e.V. unter der Telefonnummer 07051 9686100 bzw. per E-Mail an falkenthal@energieberatung-calw.de für Fragen zur Verfügung.

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