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Regenwasser

Regenwasser beträgt im Kanalnetz ein Vielfaches des Schmutzwassers. Weil Kläranlagen nur eine begrenzte hydraulische Kapazität haben, muss das anfallende Regenwasser nach einer Vorbehandlung in Gewässer eingeleitet werden. Bei Regenabfluss können hohe Schmutzfrachten auftreten, die das Gewässer stark belasten. Die Regenwasserbehandlung hat daher das Ziel, die Gewässerbelastung zu vermindern.

Regenwasserbehandlung

Regenwasser beträgt im Kanalnetz ein Vielfaches des Schmutzwassers. Weil Kläranlagen nur eine begrenzte hydraulische Kapazität haben, muss das anfallende Regenwasser nach einer Vorbehandlung in Gewässer eingeleitet werden. Bei Regenabfluss können hohe Schmutzfrachten auftreten, die das Gewässer stark belasten. Die Regenwasserbehandlung hat daher das Ziel, die Gewässerbelastung zu vermindern.

In Mischsystemen werden das Schmutz- und das Regenwasser in einem Kanal der Kläranlage zugeführt. Bei Starkregen (zum Beispiel Gewitterregen) fließen sehr große Mengen hochverdünnten Mischwassers in Richtung Kläranlage. Um die Kläranlagen nicht zu überlasten, muss ein Teil des Mischwassers in die Gewässer abgeschlagen werden. Vor der Einleitung wird das Mischwasser in Regenüberlaufbecken mechanisch behandelt, um den Eintrag der Schmutzfracht wesentlich zu reduzieren.

Bei Trennsystemen werden Regen- und Schmutzwasser in getrennten Kanälen abgleitet. Für verunreinigtes Regenwasser (zum Beispiel aus Gewerbegebieten) ist oftmals eine Vorreinigung des Niederschlagswassers zum Beispiel in Regenklärbecken oder Bodenfiltern notwendig.

Im Landkreis Calw sind derzeit rund 250 Regenwasserbehandlungsanlagen in Betrieb.

Naturverträgliche Regenwasserbewirtschaftung durch Versickerung und ortsnahe Einleitung (Gesplittete Abwassergebühr)

Die in den letzten Jahrzehnten fortschreitende Siedlungsentwicklung und die damit verbundene Versiegelung von Flächen führten zu einer verstärkten hydraulischen Belastung von kommunalen Entwässerungsanlagen. Zudem wurde eine Verschiebung des natürlichen Gleichgewichts im Wasserkreislauf mit nachteiligen Auswirkungen auf das Kleinklima, die örtliche Grundwasserneubildung sowie den Hochwasserschutz beobachtet.

Aus diesen Gründen wird seit einigen Jahren versucht, mit neuen Ansätzen unter Beachtung ökologischer Erfordernisse das bisherige Entwässerungssystem zu modifizieren. Die rechtlichen Grundlagen der naturverträglichen Regenwasserbewirtschaftung ergeben sich aus § 55 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie der Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über die dezentrale Beseitigung von Niederschlagswasser.

Die gestalterischen Möglichkeiten der naturverträglichen Regenwasserbewirtschaftung sind vielfältig. Von oberster Bedeutung ist dabei jedoch der Schutz von Grundwasser und Fließgewässer, d.h. die Versickerung oder auch die ortsnahe Ableitung in ein Gewässer muss schadlos sein!

Bei Einhaltung der Vorgaben aus der Verordnung über die dezentrale Beseitigung von Niederschlagswasser ist die Versickerung und ortsnahe Einleitung in Wohngebieten wasserrechtlich erlaubnisfrei. Bitte informieren Sie sich über die Festsetzungen im Bebauungsplan und nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Gemeinde auf.

Die dezentrale Beseitigung von Niederschlagswasser in Gewerbegebieten ist dagegen erlaubnispflichtig. Setzen Sie sich daher bitte rechtzeitig mit dem Umweltamt des Landratsamtes Calw in Verbindung.

Weitere Hinweise finden Sie unter dem beigefügten Merkblatt.

Kontakt

Ralf Lampe
Umwelt- und Arbeitsschutz
Vogteistraße 42 - 46
75365 Calw
Anfahrt
Telefon: 07051 160-134
Fax: 07051 795-134
E-Mail oder Kontaktformular
Susen  Linhart
Umwelt- und Arbeitsschutz
Vogteistraße 42 - 46
75365 Calw
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Telefon: 07051 160-470
Fax: 07051 795-470
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