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Ausbildung im Vermessungsdienst

Wir bilden aus!

Nachwuchsförderung durch individuelle und abwechslungsreiche Ausbildungsmöglichkeiten liegt uns am Herzen.

Damit Sie sich ein realistisches Bild machen können, informieren wir Sie bei unterschiedlichen Veranstaltungen vor Ort, an Schulen, beim Girls`Day oder auf Ausbildungsmessen in Calw und Nagold über unsere Ausbildungsmöglichkeiten. Durch ein Schülerpraktikum geben wir Ihnen gerne einen Einblick in die Berufswelt der Vermessung und Geoinformationstechnologie.

Im Weiteren erhalten Sie Informationen zu folgenden Ausbildungsmöglichkeiten:

Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in

Sie suchen einen zukunftsorientierten Ausbildungsberuf in der Geoinformationstechnologie? Sie arbeiten gerne im Freien und im Büro? Sie haben ein gutes Verständnis für Mathematik und Technik?
Dann ist eine Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker/in genau richtig:

  • Vermessungstechniker/innen führen Katastervermessungen und Grenzfeststellungen aus, z.B. wenn Flurstücke aufgeteilt werden, wenn Gebäude errichtet oder verändert wurden, wenn Grenzen überprüft oder in die Örtlichkeit übertragen werden. Sie arbeiten dabei nach den neuesten Messverfahren und mit modernen Messgeräten.Die Messergebnisse werden an graphischen Arbeitsplätzen bearbeitet und in das Liegenschaftskataster übernommen.
  • Vermessungstechniker/innen schaffen Ausgangsdaten für Informationssysteme, die in vielen Bereichen Grundlage für fachspezifische Anwendungen sind, z.B. für Verkehrsleitsysteme, Umweltinformationssysteme, Geographische Informationssysteme.
  • Sie sind kompetente Ansprechpartner für Bürger/innen und Kunden.

Weitere Informationen zum Berufsbild und zur Ausbildung des/der Vermessungstechnikers/ Vermessungstechnikerin:

Inhalte der Ausbildung

In der Ausbildung erlangen Sie Fertigkeiten und Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Grundlagen der Geoinformation und des Geodatenmanagements
  • Erfassung, Bearbeitung und Visualisierung von Geodaten
  • Vermessungstechnische Methodik und Durchführung von vermessungstechnischen Berechnungen
  • Arbeiten mit Geoinformationssystemen
  • Liegenschaftskataster, Bau-und Bodenordnung
  • Durchführung von Vermessungen
  • Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften
  • Teamorientiertes und qualitätssicherndes Arbeiten

Einstellungsvoraussetzungen

  • Mittlere Reife
  • Gute mathematische Kenntnisse und ein Verständnis für Technik
  • Für die Außendiensttätigkeit wird die Freude an der Arbeit im Freien und körperliche Belastbarkeit vorausgesetzt.

Beginn und Dauer der Ausbildung

Ausbildungsbeginn ist immer der 01. September eines Jahres. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Bei überdurchschnittlicher Leistung kann die Ausbildungsdauer auf 2 ½ Jahre verkürzt werden.

Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung ist unterteilt in eine Ausbildung beim Landratsamt Calw, Abteilung Vermessung sowie in mehrere mehrwöchige Unterrichtsblöcke an der Berufsschule in Stuttgart. Weiterhin finden Unterrichtseinheiten und Projektarbeiten bei der Abteilung Vermessung und Hospitationen bei der Flurneuordnung und in einem Ingenieurbüro statt.
Die Ausbildung wird abgeschlossen mit einer schriftlichen Prüfung an der Berufsschule sowie einem betrieblichen Auftrag, der eigenständig bearbeitet, ausgewertet und dokumentiert werden muss.

Ausbildungsvergütung

  • 1. Ausbildungsjahr ca. 853 € monatlich
  • 2. Ausbildungsjahr ca. 903 € monatlich
  • 3. Ausbildungsjahr ca. 949 € monatlich

(jeweils brutto, Stand 01.03.2015)

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Nach der abgeschlossenen Ausbildung kann man in verschiedenen Bereichen tätig werden:

  • im öffentlichen Dienst, z.B. bei Landratsämtern als untere Vermessungs- und Flurneuordnungsbehörde
  • bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und Vermessungsbüros
  • bei Planungsbüros, Verkehrs- und Versorgungsunternehmen (Strom, Gas, Wasser)
  • bei Baufirmen im Bereich Hochbau, Tiefbau sowie Bergbau

Fachhochschulreife

Parallel zur Berufsausbildung können Auszubildende an der Berufsschule im Abendunterricht die Fachhochschulreife erwerben.
Mit dem Erwerb der Fachhochschulreife besteht die Möglichkeit, an einer Hochschule zu studieren.

Ausbildung für den mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst

Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf zum/zur Vermessungstechniker/in haben Sie die Möglichkeit, einen Vorbereitungsdienst für den mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst zu absolvieren.
Dabei erhalten Sie eine auf die vermessungstechnische Verwaltungspraxis ausgerichtete Ausbildung.

Beginn und Dauer des Vorbereitungsdienstes

  • Der Vorbereitungsdienst beginnt jeweils zum 1. September.
  • Der Vorbereitungsdienst dauert 8 Monate, einschließlich der Absolvierung der Staatsprüfung
  • Während dieser Zeit befinden sich die Absolventen als Kreisvermessungsobersekretäranwärter/in in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf.

Gliederung des Vorbereitungsdienstes

  • Der/die Anwärter/in erlangt Kenntnisse in allen Gebieten seiner/ihrer Laufbahn und wird mit den vermessungstechnischen Verwaltungsaufgaben vertraut gemacht.
  • Der Vorbereitungsdienst endet mit der Staatsprüfung vor dem Prüfungsausschuss des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (LGL). 

Ausbildung für den gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst

Nach einem Bachelor- bzw. Diplomabschluss (FH) in den Studiengängen Vermessung/ Geodäsie/ Geoinformatik haben Sie die Möglichkeit, einen Vorbereitungsdienst für den gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst zu absolvieren.
Sie erhalten eine breit gefächerte und praktisch orientierte Ausbildung im Fachbereich Vermessung, Flurneuordnung und Geoinformation. Neben der Bearbeitung anspruchsvoller Liegenschaftsvermessungen erhalten Sie auch Einblicke in die Führung und Fortführung des Liegenschaftskatasters sowie die Durchführung von Bodenordnungsmaßnahmen (z.B. Flurneuordnungsverfahren oder Baulandumlegungen). Dabei werden Sie auch darauf vorbereitet, in Ihren späteren Aufgabenbereichen in der Verwaltung eine Vielzahl von Entscheidungen und Festsetzungen in eigener Verantwortung zu treffen.

Ausbildungsbehörden sind die unteren Vermessungsbehörden (Land- oder Stadtkreise) oder das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL).

Beginn und Dauer des Vorbereitungsdienstes

  • Der Vorbereitungsdienst beginnt jeweils zum 1. April.
  • Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate, einschließlich Absolvierung der Staatsprüfung
  • Während dieser Zeit befinden sich die Absolventen als Vermessungsoberinspektoranwärter/in in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf.

Gliederung des Vorbereitungsdienstes

  • Der/die Anwärter/in erlangt bei der unteren Vermessungsbehörde (Landratsamt), bei einem städtischen Planungsamt sowie einem Flurneuordnungsamt fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten und wird mit den Aufgaben eines Beamten/einer Beamtin im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienstes vertraut gemacht.
  • Der Vorbereitungsdienst endet mit der Staatsprüfung vor dem Prüfungsausschuss des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung (LGL).