am gestrigen Tag wurde das Landratsamt Ziel eines echten Spam- bzw. CEO-Fraud-Angriffs. Die verwendete Absenderadresse wurde durch die IT bereits identifiziert und umgehend blockiert. Es bestand nach der eingerichteten Sperre keine Gefahr mehr durch diese konkrete Absenderadresse.
Da wir regelmäßig interne Phishing-Simulationen durchführen, gingen einige Mitarbeitende verständlicherweise davon aus, dass es sich auch diesmal um eine Testkampagne der IT handelte. Dies war jedoch ausdrücklich nicht der Fall. Es handelte sich um einen realen externen Angriffsversuch.
So sah die E-Mail aus:
Absender:
Helmut Riegger myprivatemail522394@gmail.com
Inhalt:
Sehr geehrte,
könnten Sie mir bitte mitteilen, wann Sie Zeit hätten? Ich habe ein Anliegen und würde mich freuen, wenn Sie mich dabei diskret unterstützen könnten. Sie können mich gerne per E-Mail kontaktieren.
Vielen Dank.
Was ist CEO-Fraud?
Beim sogenannten CEO-Fraud geben sich Angreifer als Geschäftsführer, Führungskräfte oder andere bekannte Personen aus einem Unternehmen aus. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und Mitarbeitende zu einer Handlung zu bewegen.
Typischerweise erfolgt der Angriff in mehreren Schritten:
Zunächst wird mit einer harmlos wirkenden Nachricht Kontakt aufgenommen.
Anschließend bitten die Täter häufig um Diskretion und erzeugen Zeitdruck.
Im weiteren Verlauf versuchen sie beispielsweise, Geldüberweisungen zu veranlassen, Gutscheinkarten zu kaufen oder vertrauliche Informationen preiszugeben.
Die erste Nachricht wirkt dabei bewusst unauffällig, um die Wahrscheinlichkeit einer Antwort möglichst hoch zu halten.
Woran erkennen Sie solche Angriffe?
Achten Sie insbesondere auf folgende Merkmale:
Die Absenderadresse stammt von einem privaten E-Mail-Anbieter (z. B. Gmail, Outlook.com oder Yahoo), obwohl die betreffende Person normalerweise eine Unternehmensadresse verwendet.
Es wird um Vertraulichkeit oder Diskretion gebeten.
Die Nachricht ist allgemein formuliert und enthält kaum konkrete Informationen.
Der Absender bittet darum, ausschließlich per E-Mail zu kommunizieren.
Es wird versucht, Druck oder Dringlichkeit aufzubauen.
So verhalten Sie sich richtig
Sollten Sie eine verdächtige E-Mail erhalten:
Antworten Sie nicht auf die Nachricht.
Öffnen Sie keine Links oder Anhänge.
Melden Sie die E-Mail über den bekannten Meldeweg oder informieren Sie die IT-Abteilung.
Löschen Sie die Nachricht erst, nachdem sie gemeldet wurde.
Falls Sie bereits auf eine verdächtige E-Mail geantwortet haben, informieren Sie bitte umgehend die IT. Eine frühzeitige Meldung hilft dabei, mögliche Folgeschäden zu verhindern.
Warum führen wir Phishing-Simulationen durch?
Unsere regelmäßigen Phishing-Kampagnen dienen ausschließlich der Sensibilisierung und Schulung. Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, dass die Bedrohung durch echte Angriffe jederzeit besteht und diese den Simulationen teilweise sehr ähnlich sehen können.
Bitte prüfen Sie daher jede unerwartete oder ungewöhnliche E-Mail sorgfältig – unabhängig davon, ob Sie vermuten, dass es sich um eine Übung handeln könnte.
Weitere Informationen
Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt einen Informationsflyer zum Thema CEO-Fraud bereit. Darin werden die Vorgehensweise der Täter, typische Warnsignale sowie Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Mitarbeitende anschaulich beschrieben.
BKA – Flyer „CEO-Fraud“:
https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/IhreSicherheit/CEOFraud.pdf?__blob=publicationFile&v=9
Wir empfehlen allen Mitarbeitenden, sich den Flyer anzusehen. Das Wissen über diese Betrugsmasche hilft dabei, ähnliche Angriffe frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.
Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die aufmerksam waren und die verdächtige E-Mail gemeldet haben. Ihre Wachsamkeit trägt maßgeblich dazu bei, unser Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen.
Ihre Abteilung 16 Digitalisierung, GIS und IT
