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Landschaft Welle

Umweltbezogener Gesundheitsschutz

Der umweltbezogene Gesundheitsschutz ist eine wesentliche Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Gesundheitsgefährdende Umwelteinflüsse sollen früh erkannt und bewertet werden. Ziel ist der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Das Landesgesundheitsamt ist auch in diesem Bereich fachliche Leitstelle für den ÖGD.

Beratung zu Krankheiten durch Schimmel, Schadstoffe und tierische Schädlinge und Lästlinge

Aufgabe des Gesundheitsamtes ist hierbei unter anderem die Beratung zu Krankheiten die durch Schimmelpilzbefall, Schadstoffbelastungen in Innenräumen und durch tierische Schädlinge und Lästlinge entstehen können. Wir beraten öffentliche Einrichtungen und Behörden sowie bei Ereignissen von öffentlichem Interesse bei umweltmedizinischen Problemstellungen. Schadstoffmessungen werden vom Gesundheitsamt nicht durchgeführt. Für privatrechtliche Stellungnahmen oder Erstellung von Gutachten ist das Gesundheitsamt nicht zuständig. Das Gesundheitsamt kann in solchen Fällen lediglich eine fachliche Beratung leisten. Seine Aufgabe besteht vor allem darin, die Situation aus gesundheitlicher Sicht einzuschätzen und Hinweise zum weiteren Vorgehen zu geben. Eine Pflicht, das Gesundheitsamt bei Schimmelbefall zu informieren, besteht grundsätzlich nicht. In mietrechtlicher Hinsicht ist zunächst der Vermieter der zentrale Ansprechpartner, da dieser für die Beseitigung von Wohnungsmängeln verantwortlich sein kann. Rechtliche Beratungen bieten auch die Verbraucherzentralen an.

Ratten/Mäuse oder deren Kot in der Wohnung 

Es sollte immer ein professionelles Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu Rate gezogen werden. Bitte informieren Sie ggf. dafür Ihren Vermieter bzw. die Hausverwaltung. Wenn es sich um ein Problem über die Grundstücksgrenze hinaus handelt, informieren Sie bitte auch das zuständige Ordnungsamt Ihrer Gemeinde. 


Vermeidung bzw. Beseitigung von Schimmelpilzbefall in der Wohnung

Aus hygienischen Gründen sollte ein dauerhafter großflächiger Schimmelbefall (über 0,5 m2 Fläche) in Wohnräumen nicht toleriert werden und von einer Fachfirma behoben werden. Ein Schimmelbefall kleiner als 20 cm2 ist in vielen Wohnungen anzutreffen und kann selbst entfernt werden (Ausnahme: Allergiker oder Immungeschwächte Personen).

Gesundheitliche Beschwerden werden am ehesten durch eine allergene Wirkung der Schimmelpilze hervorgerufen. Da Schimmelpilze überall, also auch in der Außenluft, vorkommen und Allergien ebenfalls häufig durch Pollen und Hausstaubmilben ausgelöst werden, ist ein direkter Zusammenhang zwischen den allergischen Beschwerden und den Schimmelpilzen im häuslichen Umfeld schwer nachzuweisen. Dies ist nur durch einen spezifischen Allergietest unter ärztlicher Aufsicht möglich. Einfacher ist eine Blutuntersuchung, um zu schauen, ob der Körper bereits Antikörper auf Schimmelpilze gebildet hat (Sensibilisierung). Eine Sensibilisierung ist häufig mit einer Allergie verbunden, kann jedoch auch ohne allergische Symptome auftreten.

Um die Ursache für den Befall zu bestimmen kann ein Baubiologe (gut zu finden über eine Internetrecherche) hinzugezogen werden. Dieser kann entsprechende Messungen durchführen und ein aussagekräftiges Gutachten erstellen. Dabei empfiehlt es sich mit dem Vermieter das Vorgehen abzustimmen, da die Kosten recht hoch ausfallen können.

Auf der Seite des Landesgesundheitsamts finden Sie zudem weitergehende Informationen zum Thema Schimmel und Allergien unter Umwelt und Allergien - LGA Gesundheitsamt Stuttgart, sowie eine allgemeine Infobroschüre zu Schimmelpilz in Innenräumen.

Weiterführende Links des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg:

  • Schadstoffbelastungen in Innenräumen und

Kopfläuse und Krätzmilben

Der Befall mit Kopfläusen oder Krätzmilben sind von den Gemeinschaftseinrichtungen nach §34 IfSG an das Gesundheitsamt zu melden.

Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit

Des Weiteren beschäftigen wir uns mit dem Thema des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit. Die zunehmenden Hitzeperioden stellen eine besondere Gefahr für vulnerable Gruppen dar (z.B. Senior*Innen, Kleinkinder, Personen, die im Freien arbeiten). In diesem Zuge wird im Rahmen des Klimaanpassungskonzepts in den kommenden Jahren ein Hitzeaktionsplan für den gesamten Landkreis erstellt.

In diesem Zuge appellieren wir auch an die Bürger*Innen an heißen Tagen nach insbesondere älteren Menschen in ihrem nahen Umfeld zu schauen.

Wichtige Informationen zum Schutz vor hitzebedingten Gesundheitsgefahren (z. B. Ozonwert) finden Sie auf den Webseiten des Umweltbundesamtes

Weiterführende Informationen:

Die zunehmenden Hitzeperioden sind oftmals auch mit gesundheitlichen Einschränkungen verbunden.

Hitze kann besonders gefährlich sein für:

  • ältere Menschen
  • kleine Kinder
  • Menschen, die draußen arbeiten

Deshalb wird in den nächsten Jahren ein Hitzeaktionsplan für den ganzen Landkreis erstellt. Das ist Teil des Klimaanpassungskonzepts.

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger: Schauen Sie an heißen Tagen besonders nach älteren Menschen in Ihrer Nähe.

Wichtige Tipps zum Schutz vor Hitze und gesundheitsgefährdenden Bedingungen (z. B. hohe Ozonwerte) gibt es auf der Seite des Umweltbundesamts Klimawandel und Gesundheit | Umweltbundesamt.

Auswirkungen durch heimische und nicht heimische Pflanzen und Tiere (Neophyten und Neozoen)

Durch den Klimawandel und die Globalisierung bedingt dringen zunehmend Neophyten und Neozoen (Pflanzen und Tiere, die ursprünglich aus anderen Ländern / Regionen kommen und die nicht bei uns heimisch sind) in unsere Gebiete ein. Hier zählt zu unseren Aufgaben die Bevölkerung hinsichtlich des Vorkommens und Eliminierung z.B.

aufzuklären zu und zu beraten.

Nach aktuellem Stand wurde im Landkreis Calw noch keine Tigermücke nachgewiesen. Um zu verhindern, dass sich diese Mücke bei uns etabliert, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Es ist wichtig eine Ansiedlung zu unterbinden und bereits bei einzelnen Tieren zu handeln und mögliche Brutstätten zu eliminieren. Sollten Sie den Verdacht haben,

    • von einer Tigermücke gestochen worden zu sein oder
    • dass sich eine Tigermücke in Ihrem Umfeld befindet,

fangen Sie das Tier bitte ein. Versuchen Sie dabei das Tier möglichst wenig zu schädigen. Am besten ist es, wenn das Tier lebend in einem Gefäß gefangen und eingefroren wird. Senden Sie dieses Exemplar dann an die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpung der Stechmückenplage und wir veranlassen die Bestimmung des Tieres.. Weitergehende Informationen zur Tigermücken finden Sie unter: https://tigermuecke-icybac.deGrundlagen und Konzept (kabsev.de)Stechmücken + Arbovirosen - Landesgesundheitsamt Stuttgart (gesundheitsamt-bw.de). 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage - Sticht's? - KABS e.V.Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage e.V.



Zecken

Unter den Zecken ist die am häufigsten vorkommende Art der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Diese Zeckenart kann neben den Borrelien (Bakterien, die die sog. Borreliose verursachen) auch das Virus, welches für die FrühSommer-Meningo-Enzepahlitis (FSME) verantwortlich ist, übertragen. Eine Borreliose kann im Gegensatz zur FSME mit Antibiotika gut behandelt werden; eine Impfung hierfür gibt es nicht. Der wirksamste Schutz vor FSME hingegen ist eine Impfung. Da der LK Calw ein FSME-Risikogebiet ist, ist eine solche Impfung dringend zu empfehlen, da der Verlauf einer FSME-Infektion ggf. schwere Schäden hinterlassen kann. Gefährdet für Zeckenbisse sind nicht nur Förster oder Jäger sondern alle Menschen, die sich viel in der freien Natur aufhalten, z. B. beim Wandern oder Pilze sammeln, beim Golfen oder bei der Gartenarbeit. 

Holzbock-Information 

Gefährdet für Zeckenbisse sind nicht nur Förster oder Jäger, sondern alle Menschen, die sich draußen aufhalten, z. B.:

  • beim Wandern
  • beim Pilze sammeln
  • beim Golfen
  • bei der Gartenarbeit

Weitere Informationen zum gemeinen Holzbock finden Sie auf der Webseite des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg unter https://www.gesundheitsamt-bw.de/fileadmin/LGA/_DocumentLibraries/SiteCollectionDocuments/01_Themen/Laestlinge/Holzbock_Information.pdf

 

Informationen zu Radon, Elektromagnetische Felder, optische Strahlung, Ionisierende Strahlung, Gesundheitsgefährdung durch Lärm, Umwelt + Allergien

Unsere Umwelt kann unsere Gesundheit auf viele Arten beeinflussen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu verschiedenen Themen:

  • Radon: ein natürliches Gas, das in Häusern vorkommen kann
  • Elektromagnetische Felder: z. B. durch Handys, WLAN oder Stromleitungen
  • Optische Strahlung: Licht und UV-Strahlung von Sonne oder Lampen
  • Ionisierende Strahlung: z. B. Röntgenstrahlen oder radioaktive Strahlung
  • Gesundheitsgefährdung durch Lärm: Lärm kann Stress und Krankheiten verursachen
  • Umwelt und Allergien: wie Pflanzen, Tiere und Schadstoffe Allergien auslösen können

Hier erfahren Sie, wie diese Umweltfaktoren die Gesundheit beeinflussen können und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind:



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