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Landschaft Welle
22.11.2022

Der Winter kann kommen

Die Salzlager im Kreis Calw sind bis zum Rand gefüllt. 

Fast 4.000 Tonnen Salz warten in den Lagern der Straßenmeistereien des Landkreises auf ihren Einsatz. Auch die 48 Mitarbeiter der Abteilung Straßenbau und Straßenverkehr des Landratsamts, die für den Winterdienst eingeteilt sind, stehen bereit. „Die Räumfahrzeuge können jederzeit kurzfristig mit Streuautomaten und Schneepflügen ausgerüstet werden, so dass wir für den Winterdienst bestens gerüstet sind“, berichtet Jörg Repple, Leiter der Abteilung Straßenbau und Straßenverkehr.

In vorbereitenden Gesprächsrunden wurden alle wichtigen Details für die bevorstehende Wintersaison besprochen und abgestimmt. Ein Schwerpunkt war dabei wie jedes Jahr die Arbeitssicherheit. Denn Fahrten bei jeder Witterung, zu allen Tages- und Nachtzeiten, auch bei schwierigsten Straßenverhältnissen, verlangen Mensch und Maschine so einiges ab.

Besonders heikel sind dabei die Strecken mit starkem Gefälle, kurvenreiche Strecken und die Hochlagen über 700 Metern, wie etwa auf dem Dobel oder rund um Simmersfeld. Geräumt wird nach einem festen Einsatzplan, der regelt, welcher Fahrer welche Schicht übernimmt und wer in Bereitschaft ist. So ist von November bis Ende April sichergestellt, dass immer eine ausreichende Zahl an Mitarbeitern bereitsteht, um auf dem 650 Kilometer langem Straßennetz die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Bei Schnee- und Eisglätte können die Winterdienstfahrzeuge jedoch nicht überall gleichzeitig räumen und streuen. Daher können Verkehrsbehinderungen bei starkem Schneefall nicht immer verhindert werden. „Die Mitarbeiter des Winterdienstes geben alles, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Trotz aller Anstrengungen ist es leider nicht immer möglich, überall und bei jeder Wetterlage optimale Straßenverhältnisse zu schaffen“, sagt Repple. Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten sich die Autofahrerinnen und Autofahrer daher auf gelegentliche Behinderungen in den kalten Monaten einstellen.

Damit der Umweltschutz beim Winterdienst nicht zu kurz kommt, wird modernste Streutechnik eingesetzt. Ein sparsamer Umgang mit dem Streusalz ist auch aus wirtschaftlichen Gründen die Zielsetzung.

Bislang jedoch hat es das Wetter gut mit den Führern der Räumfahrzeuge gemeint. Nur einzelne Einsätze mussten bisher in den Höhenlagen gefahren werden. Doch lange wird die weiße Pracht nicht mehr auf sich warten lassen. Dann stehen zehn Räumfahrzeuge der Straßenmeistereien bereit, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Bei Bedarf unterstützen zusätzlich bis zu zwölf Fahrzeuge von Fremdunternehmern.

Wenn es die Verhältnisse erfordern, beginnen die Räumarbeiten bereits um drei Uhr in der Nacht, die Vorbereitungszeit ist hier noch nicht eingerechnet. Das ist notwendig, damit die ersten Berufspendler in den frühen Morgenstunden sicher zur Arbeit kommen. In zwei Schichten wird bis 22 Uhr abends gefahren, auf den Hauptverkehrsadern (Bundesstraßen) bei Notwendigkeit auch mal rund um die Uhr.

So wie die Betriebsdienste müssen sich auch alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf den Winter einstellen, bekräftigt der Abteilungsleiter: „Nutzen Sie Winterreifen und passen Sie Ihre Fahrweise an die Straßenverhältnisse an, damit Sie sicher an Ihr Ziel kommen. Besonders bei uns im Nordschwarzwald mit seinen Kurven und Gefällstrecken ist im Winter eine erhöhte Aufmerksamkeit nötig. Besondere Vorsicht ist auch auf Brücken und schattigen Waldstrecken geboten.“  

Bildunterschrift: Insgesamt zehn Räumfahrzeuge der Straßenmeistereien sorgen im Winter für Verkehrssicherheit auf den Straßen im Kreis Calw.

Bildquelle: Landratsamt Calw, Janina Dinkelaker