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Landschaft Welle
26.10.2026

Überarbeitete Busfahrpläne im Verkehrsgebiet Nordost

Ab 2. November reagieren Landkreis und Verkehrsunternehmen auf Rückmeldungen: Änderungen sollen für mehr Pünktlichkeit und einen stabileren Betrieb sorgen

Ab Montag, 2. November 2026, gelten nach den Herbstferien überarbeitete Busfahrpläne im Verkehrsgebiet Nordost des Landkreises Calw. Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen hat der Landkreis die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb sowie die Anregungen und Beschwerden der Fahrgäste ausgewertet und umfangreiche Anpassungen erarbeitet. Ziel ist es, Verspätungen zu reduzieren, Kapazitätsengpässe zu entschärfen und die Verlässlichkeit des Angebots zu verbessern.

Nach Einführung des neuen Linienkonzepts zum 1. August 2026 hatte sich gezeigt, dass die Fahrzeiten auf mehreren Linien zu knapp bemessen waren. Die vorgesehenen Abläufe ließen sich im täglichen Betrieb nicht zuverlässig einhalten. Deshalb wurden insbesondere die Linien 670, 671 und 672 grundlegend überarbeitet. Dabei ändern sich neben den Abfahrtszeiten auch die Linienführungen und die Bedienung einzelner Ortschaften.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Die Linie 670 fährt weiterhin von Calw über den Gesundheitscampus, Althengstett und Simmozheim nach Weil der Stadt. Die bisherigen Fahrten über Neuhengstett entfallen, um die Fahrzeit zu verkürzen und Verspätungen zu verringern.

Die Verbindung zwischen Neuhengstett und Althengstett übernimmt künftig die Linie 672.

Die Linie 671 verbindet Calw über Ottenbronn, Neuhengstett und Simmozheim mit Weil der Stadt. Althengstett wird auf dieser Linie künftig ausgelassen. Auch hier schafft der direktere Fahrweg mehr Spielraum für einen pünktlichen Betrieb. Althengstett wird weiterhin durch die Linien 670 und 672 erschlossen.

Die Linie 672 wird neu ausgerichtet. Sie verbindet künftig Althengstett, Neuhengstett und Ottenbronn in einem Rundkurs und stellt die Verbindung nach Gechingen her. Damit übernimmt sie Verbindungen, die durch die geänderten Fahrwege der Linien 670 und 671 entfallen. Die Anbindung von Gechingen an Althengstett bleibt bestehen; Stammheim wird von der Linie 672 künftig nicht mehr bedient.

Auf der Linie 880 zwischen Bad Liebenzell und Weil der Stadt wird der Fahrweg in Bad Liebenzell verkürzt. Eine Ersatzhaltestelle in der Bahnhofstraße bei der Esso-Tankstelle ersetzt bei den regulären Fahrten die bisherige Bedienung der Haltestelle Brühl. Bei Schulfahrten wird Brühl weiterhin angefahren. Dadurch entfällt bei den übrigen Fahrten der zusätzliche Weg zum Wenden. Die Linie verbindet die Kulturbahn mit der S-Bahn; die Anpassung soll dazu beitragen, die dafür wichtigen Anschlüsse zuverlässiger zu erreichen. Auf Wunsch der Fahrgäste wird außerdem die Haltestelle Hährenwald montags bis freitags in den Fahrplan aufgenommen. Die Haltestelle Egarten wird so verlegt, dass sie für das Fahrpersonal besser einsehbar ist und nur bei Bedarf angefahren werden muss.

Auf der Linie 662 werden zusätzliche Schulfahrten zum Schulzentrum Althengstett und zum Gymnasium Stammheim aufgenommen. Die Bündelung der Schulfahrten unter dieser Liniennummer soll die Orientierung für Schülerinnen und Schüler erleichtern. Auf der Linie 668 werden die Fahrzeiten geringfügig angepasst, um die Pünktlichkeit zu verbessern.

Der Landkreis bittet alle Fahrgäste, ihre Verbindungen vor der ersten Fahrt nach den Herbstferien sorgfältig zu prüfen. Durch die Überarbeitung können bisherige Fahrtwege und Anschlüsse entfallen oder sich verändern. Insbesondere im Schülerverkehr lässt sich nicht zu jeder Unterrichtsendzeit eine passende Verbindung in jede Ortschaft anbieten.

Die aktualisierten Fahrpläne werden derzeit in die Auskunftssysteme eingepflegt und sind auf der Homepage der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw (VGC) abrufbar. Aufgrund der kurzfristigen Überarbeitung können möglicherweise nicht alle Fahrplanaushänge an den Haltestellen rechtzeitig ausgetauscht werden. Die Schulen werden über die Änderungen informiert.

Sollten weiterhin Probleme auftreten, werden Fahrgäste gebeten, diese direkt an die Verkehrsunternehmen zu melden. Die Kontaktdaten stehen auf den veröffentlichten Fahrplänen. Bei den genannten Linien übernimmt das Verkehrsunternehmen Däuble die zentrale Entgegennahme und Koordination der Beschwerden für die beteiligten Busunternehmen.

Der Landkreis dankt den Fahrgästen für ihre Rückmeldungen und ihre Geduld. Mit den nun erarbeiteten Anpassungen sollen sich die Fahrplanstabilität und die Qualität des ÖPNV-Angebots im nordöstlichen Landkreis nach den Herbstferien spürbar verbessern.