Aktion »Sicher im Bus« am 28. Juli in Bad Liebenzell
Am 28. Juli 2025 fand an der Haltestelle Brühl in Bad Liebenzell erneut die Aktion „Sicher im Bus“ statt. Die Veranstaltung, die bisher schon im Raum Calw auf dem Wimberg sowie in Heumaden durchgeführt wurde, wurde dieses Mal auf Initiative des Bürger- & Kulturverein Bad Liebenzell e.V. in Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden des Landratsamtes Calw aus den Bereichen Integration und Mobilität organisiert.
Trotz regnerischen Wetters kamen rund 20 interessierte Seniorinnen und Senioren, teils auch aus höher gelegenen Ortsteilen. Die Begrüßung übernahm Herr Komenda, Stellvertretender Vorsitzender des Vereins, der sich über die rege Teilnahme sehr freute und betonte, wie wichtig solche Schritte sind, um besonders älteren Menschen mehr Sicherheit beim Busfahren zu vermitteln – mit dem Ziel, ihnen die Nutzung des ÖPNV künftig zu erleichtern.
Anschließend gab Johanna Albrecht von der Abteilung Mobilität und ÖPNV des Landratsamtes eine Einführung in die komplexe Lage des Öffentlichen Nahverkehrs. Sie unterstrich, wie wichtig es ist, die Perspektiven jener Fahrgäste zu berücksichtigen, die auf den ÖPNV angewiesen sind und keine alternative Mobilitätsmöglichkeit haben. Ein regelmäßiger Austausch mit den Nutzerinnen und Nutzern wird hierzu als sehr wertvoll angesehen. Ein großer Erfolg ist, dass gemäß des Nahverkehrsplans im gesamten Landkreis mittlerweile alle eingesetzten Omnibusse barrierefrei ausgestattet sind und in jedem Ort eine stündliche Mobilitätsgarantie besteht. Zahlreiche Haltestellen wurden bereits barrierefrei umgebaut – dies liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Kommune. Der barrierefreie Einstieg, beispielsweise auch für Fahrgäste mit Rollstuhl, ist somit an vielen Haltestellen und in allen Bussen dank eingebauter Rampensysteme gewährleistet. Moderne, automatisierte Rampen erleichtern zusätzlich sowohl dem Fahrpersonal als auch den Fahrgästen den Zugang.
Während der Aktion wurde den Teilnehmenden praxisnah Verhaltensregeln beim Ein- und Aussteigen erklärt und geübt – sowohl mit als auch ohne Benutzung der Rampe. Anschließend bestand Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und Anregungen zu äußern. Was viele der Teilnehmer nicht wussten: Für Menschen mit Schwerbehindertenausweis und entsprechender Wertmarke – gilt seit dem 1. Januar 2025 ein neuer Preis von 104 Euro pro Jahr für die Wertmarke (bzw. 53 Euro für ein halbes Jahr). Mit dieser Kombination können berechtigte Personen im öffentlichen Nahverkehr bundesweit sehr günstig bzw. teilweise kostenfrei fahren. Für weiterführende Informationen sollte das zuständige Amt für Gesundheit und Versorgung kontaktiert werden oder die Website des örtlichen Versorgungsamtes genutzt werden.
Die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war durchweg positiv. Es zeigte sich, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Nutzenden und Verantwortlichen ist, um das Angebot des ÖPNV weiterhin praxisnah und barrierefrei zu gestalten. Ein großer Dank geht an Firma Volz, welche den Bus für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Außerdem an Bianca Schwidrowski für die Projektkoordination und Unterstützung.
Die nächste Veranstaltung findet mit in Bad Wildbad in der Ladestraße am 24. September 2025 um 9 Uhr statt.
