CareConnect - Mobiler Gesundheitskiosk stärkt die gesundheitliche Versorgung im Landkreis Calw vor Ort
Mit dem Projekt „Care Connect“ verbessert der Landkreis Calw seine Gesundheitsversorgung für Drittstaatenangehörige. Eine wichtige Neuerung ist dabei das mobile Beratungsangebot von medizinischem Leiter und Gesundheits- und Krankenpfleger Sebastian Porada, der künftig regelmäßig Gemeinschaftsunterkünfte in verschiedenen Kommunen des Landkreises aufsuchen wird.
Das Projekt „Care Connect“ wird mit Fördermitteln aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) unterstützt und verfolgt das Ziel, den Zugang von Drittstaatenangehörigen zur gesundheitlichen Versorgung zu verbessern sowie gleichzeitig die bestehenden Versorgungsstrukturen im Landkreis zu entlasten. Zentraler Bestandteil des Projekts ist der hybride Gesundheitskiosk (GeKo) im City Center in Calw. Dort erhalten Menschen Beratung zur medizinischen Erstorientierung, Unterstützung beim Zugang zum deutschen Gesundheitssystem sowie Sprach- und Wertevermittlung rund um Gesundheit, Prävention und medizinische Versorgung. Ergänzt wird das Angebot durch eine digitale Plattform.
Sebastian Porada steht weiterhin vormittags im Gesundheitskiosk in Calw als Ansprechpartner zur Verfügung. Nachmittags sowie freitagvormittags wird er künftig nach einem festen Tourenplan Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis besuchen. Im zweiwöchentlichen Rhythmus werden die Unterkünfte in Altensteig, Althengstett, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Calmbach, Nagold, Schömberg und Wildberg angefahren. Gerade für geflüchtete Menschen mit eingeschränkter Mobilität, gesundheitlichen Beschwerden oder einem Handicap bedeutet dieses Angebot eine deutliche Erleichterung.
Durch die mobile Beratung können gesundheitliche Anliegen frühzeitig eingeschätzt und die Betroffenen gezielt in die passende Versorgung vermittelt werden. Die systemische Erfassung medizinischer Daten ermöglicht dabei eine erste Triage und erleichtert den Zugang zur medizinischen Versorgung. Bei Bedarf können die im Projekt mitwirkenden Ärzte hinzugezogen werden. So kann häufig bereits durch Beratung geholfen oder gezielt entschieden werden, welche ärztliche Versorgung notwendig ist.
Falls eine weiterführende Behandlung erforderlich ist, erfolgt eine koordinierte Vermittlung an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durch eine Mitarbeiterin des Landratsamtes. Die bereits vorliegenden Informationen unterstützen dabei eine zeiteffiziente Behandlung – auch bei möglichen Sprachbarrieren. Gleichzeitig werden Arztpraxen und Notaufnahmen im Landkreis entlastet.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Gesundheitsprävention. Themen wie Hygiene, Impfschutz, Ernährung oder das deutsche Gesundheitssystem werden gezielt in Sprachkursen des Landkreises vermittelt. Sprachvermittlerinnen übernehmen hierbei eine wichtige Rolle als Bezugspersonen und unterstützen beispielsweise beim Erlernen medizinischer Begriffe oder bei Sprachübungen für Arztbesuche. Ergänzend werden gesundheitsbezogene Veranstaltungen wie etwa „Gesundes Vesper für Kita und Schule“ angeboten.
