Landkreis setzt sich für die Sicherheit der Bevölkerung ein
Landrat Helmut Riegger erörtert mit Polizei aktuelle Sicherheitslage.
Fünf Maßnahmen zur Intensivierung der Flüchtlingsbetreuung auf den Weg gebracht.
„Vorfälle, wie sie sich in der Silvesternacht in deutschen Großstädten zugetragen haben, gab es in der Vergangenheit im Landkreis Calw nicht. Wir setzen alles daran, die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin zu gewährleisten“, so Landrat Helmut Riegger am Mittwoch nach einem Treffen mit Leitern der Polizeireviere im Landkreis Calw und einem Vertreter des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Während des Runden Tisches im Landratsamt Calw wurden vor dem Hintergrund der massiven kriminellen Übergriffe zum Jahreswechsel in mehreren deutschen Großstädten fünf Maßnahmen vereinbart, welche die Betreuung von Flüchtlingen und deren Integration erleichtern und die Verunsicherung in der Bevölkerung verringern sollen.
Der Kreischef stellte fest, dass „dank der verantwortungsbewussten Zusammenarbeit aller Beteiligten die Flüchtlingssituation im Landkreis bislang gut bewältigt wurde und die Unterstützung in der Bevölkerung nach wie vor hoch ist.“ Er bedauerte die Folgen, welche durch die Ereignisse der Silvesternacht ausgelöst wurden und kündigte an, dass das Landratsamt Calw zur Vorbeugung von Übergriffen unverzüglich folgende Maßnahmen ergreifen werde:
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Polizei und transparente Information der Öffentlichkeit
- Konsequentes Ausschöpfen der Sanktionsmöglichkeiten im Falle von Rechtsverstößen
- Aushändigung einer Broschüre zu Verhaltensregeln in Deutschland an alle im Landkreis untergebrachten Flüchtlinge
- Thematisierung der Kölner Ereignisse und Sensibilisierung der Flüchtlinge im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung (Sozialdienst und Asyl-Arbeitskreise)
- Beschleunigung der Integrationsbemühungen im Sinne eines „Förderns und Forderns“
Nach Aussage der zuständigen Stellen hat sich die Sicherheitslage im Kreis Calw im Vergleich zum Jahresende nicht verändert. Dennoch sind alle Verantwortlichen angesichts der jüngsten Geschehnisse besonders aufmerksam.
