Leistungen im Rahmen der Sozialen Entschädigung beantragen
Allgemeine Informationen
Die Soziale Entschädigung unterstützt Menschen, die durch ein schädigendes Ereignis, für das die staatliche Gemeinschaft eine besondere Verantwortung trägt, eine gesundheitliche Schädigug erlitten haben, bei der Bewältigung der dadurch entstandenen Folgen.
Voraussetzungen
Wenn Sie als Folge einer Gewalttat, den Auswirkungen des zweiten Weltkriegs, in Zusammenhang mit der Ableistung des Zivildienstes oder einer bestimmten Impfung in Ihrer Gesundheit geschädigt wurden, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen der Sozialen Entschädigung erhalten. Die Soziale Entschädigung unterstützt Menschen, die Opfer von schädigenden Ereignissen geworden sind, bei der Bewältigung der dadurch entstandenen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen.
Verfahrensablauf
Nach Antragseingang prüft das Versorgungsamt, ob ein schädigendes Ereignis im Sinne des Sozialen Entschädigungsrechts ( Vierzehntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB XIV ) vorliegt. Kann dies bejaht werden, werden die gesundheitlichen Folgen anhand beizuziehender ärztlicher Befunde erhoben und gegebenenfalls im Anschluss durch ein versorgungsärztliches Kausalitätsgutachten bewertet. Hierüber erhalten Sie eine bewilligende oder ablehnende Verwaltungsentscheidung. Im Falle einer positiven Entscheidung können im Anschluss nach Prüfung Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse weitere Leistungen in Betracht kommen.
Erforderliche Unterlagen
Im Sozialverwaltungsverfahren besteht der sogenannteAmtsermittlungsgrundsatz, das heißt das Versorgungsamt leitet ein eigenes Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Umstände zur Prüfung Ihres Anspruchs ein. In diesem Verfahren werden durch das Versorgungsamt Unterlagen von anderen Stellen (zum Beispiel Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte) beigezogen, soweit Sie diese Stellen von ihrer Schweigepflicht entbunden haben. Sie können unterstützen und Ihr Verfahren beschleunigen, indem Sie dem Versorgungsamt diese Unterlagen selbst zur Verfügung stellen. Dies können sein: Nachweise über die Gewalttat (zum Beispiel Polizeiberichte, Gerichtsentscheidungen), medizinische Unterlagen zur gesundheitlichen Schädigung (ärztliche Atteste, Nachweise, Bescheinigungen, Berichte). Bei Impfungen: Nachweise zu Ihrer Impfung sowie zu den von Ihnen geltend gemachten Impfschäden.
Frist/Dauer
Keine
Wenn Sie innerhalb eines Jahres nach Eintritt der Schädigung einen Antrag stellen, können Sie bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen Leistungen ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Schädigung erhalten. Bei einer späteren Antragstellung können Leistungen frühestens ab Antragsmonat gewährt werden.
Sonstiges
Leistungen der Schnellen Hilfen können Sie bereits vor der Anerkennung in Anspruch nehmen. Dies sind Sitzungen in einer Traumaambulanz und Leistungen des Fallmanagements Ihres Versorgungsamts. Wenden Sie sich für weitere Informationen an das Versorgungsamt im Landratsamt Ihres Wohnsitzes.
