Innovatives Nahwärmekonzept in Egenhausen
Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung
Am Freitag, den 17. April 2026, besuchte die Klimaleitstelle des Landkreises Calw das innovative Nahwärmekonzept in Egenhausen und verschaffte sich vor Ort einen umfassenden Eindruck von Planung, Umsetzung und ökologischen Begleitmaßnahmen des Projekts.
Das Nahwärmenetz in Egenhausen steht exemplarisch für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung im ländlichen Raum. Die Wärmegewinnung basiert auf regional produzierten Hackschnitzeln. Dadurch werden fossile Energieträger ersetzt und die lokale Wertschöpfung gestärkt. Eine Besonderheit ist dabei die enge Verzahnung mit ökologischen Maßnahmen wie der gezielten Heckenbewirtschaftung auf dem Kapf. Diese trägt zur Biodiversität bei und liefert gleichzeitig den notwendigen Rohstoff. Im Rahmen der Besichtigung wurden sowohl die Gewinnung und Aufbereitung der Hackschnitzel als auch der technische Aufbau des Brennofens und des Versorgungsnetzes vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist hierbei die ganzheitliche Herangehensweise und das hohe Maß an regionalem Engagement.
Maßgeblich initiiert, konzipiert und zu großen Teilen in Eigenleistung umgesetzt wurde das Projekt von drei engagierten Akteuren vor Ort: Heizungsbaumeister und Heizungstechniker Stefan Tittl, Landwirt und Gemeinderat Michael Schuler sowie Heizungsbaumeister und Gemeinderat Stefan Mast. Durch ihren persönlichen Einsatz konnte ein Projekt realisiert werden, das über die Gemeindegrenzen hinaus als Vorbild dient.
„Das Nahwärmekonzept in Egenhausen zeigt, welches Potenzial in lokalen Initiativen steckt. Hier wird Klimaschutz konkret wirtschaftlich, ökologisch und gemeinschaftlich umgesetzt“, so das Fazit von Sandra Hinke aus der Klimaleitstelle.
Der Landkreis Calw begrüßt und unterstützt derartige Projekte ausdrücklich, da sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Stärkung des ländlichen Raums leisten. Egenhausen setzt damit ein starkes Zeichen für innovative, nachhaltige und bürgernahe Energieversorgung.
